Rettet das Huhn e.V. - Vermittlung "ausgedienter" Legehennen
Rettet das Huhn e.V.  - Vermittlung "ausgedienter" Legehennen

 

 

FAQ

Hier findet Ihr häufig über gestellte Fragen und die dazugehörigen Antworten nach Themen sortiert.

 

Solltet Ihr eine Frage haben, die hier nicht beantwortet wird, kontaktiert bitte euren Ansprechpartner.

Fragen zum Vermittlungsablauf

Ich möchte Hühner aufnehmen, an wen soll ich mich wenden?

 

Schön, dass du dich dazu entschieden hast, Hennen über uns zu adoptieren. Wende dich bitte an den Ansprechparter von RdH, der deinem Wohnort am Nächsten liegt. Eine Liste der Anpsrechpartern findest du hier.

 

 

Ich möchte Hühner aufnehmen, welche Vorraussetzungen muss ich erfüllen?

 

Oberste Priorität ist, dass die Hennen bei dir ein artgerechtes und schlachtfreies Zuhause erhalten. Was wir darunter verstehen und die weiteren Vermittlungsvoraussetzungen findest du hier.

 

 

Wieviel kostet die Vermittlung?

 

Für uns fallen Kosten wie Sprit, Transporter, medizinische Versorgung der Hennen usw. an. Für dich fallen keine festen Kosten an, da wir eine Tierschutzinitiative sind und die Hennen aus reinem Tierschutzgedanken retten und vermitteln. Da wir die Rettungen aber nur mit finanzieller Hilfe durchführen können, geben wir die Hennen gegen eine Spende ab. Am Tag der Ausstallung, wenn du deine Hennen abholst, steht ein Spendenglas bereit, in das du deine frei gewählte Spende geben kannst.

 

 

Wie läuft die Vermittlung ab?

 

Dein erster Schritt ist, mit deinem Ansprechpartner in Kontakt zu treten. Mit ihm klärst du die ersten, wichtigen Schritte. Dein Ansprechpartner braucht von dir deinen vollständigen Namen, deine Adresse und eine Telefonnummer für unsere Unterlagen. Per Mail solltest du auch schildern, ob und wieviele Hennen du schon hast, wie groß dein Stall und dein Auslauf sind und wieviele Hennen du gerne über uns adoptieren würdest. Es ist auch hilfreich, wenn du ein Foto deines Auslaufs an deinen Ansprechpartner mailst, so kann er sich ein erstes Bild machen.

Bekommst du von deinem Ansprechpartner grünes Licht, dass du Hennen über uns aufnehmen kannst, bekommst du den genauen Ausstallungstermin und den Abholort von ihm. Den Termin erfahren wir i.d.R. ca. 4 Wochen vor der Ausstallung.

Gelegentlich ist es möglich, Fahrketten, Fahrgemeinschaften o.ä. zu bilden, aber grundsätzlich solltest du dich darauf einstellen, die Hennen bei deinem Ansprechpartner abzuholen. Die Abholung findet immer am Wochenende statt. Bitte kümmere sich zeitig genug um geeignete Transportbehältnisse. Da die meisten Abnehmer keine Hühnertransportboxen haben, empfehlen wir Kleintierkäfige (in einem 1m Käfig können bis zu 10 Hennen transportiert werden), Katzen- oder Hundetransportboxen oder ähnliche „luftige“ Transportbehältnisse. Von Kartons jeder Art, auch Umzugskartons, raten wir dringend ab! (Mehr zum Thema Transportbehältnisse findest du in der Kategorie "Fragen ohne bestimmtest Thema.")

Fragen zu den Hühnern

Woher kommen eure Hennen?

 

Die Hennen kommen aus sogenannten „Legehennenbetrieben“. Wir retten Hennen aus jeder Haltungsform. Derzeit kooperieren wir hauptsächlich mit einem niedersächsischen Freilandhaltungsbetrieb und einem Bodenhaltungsbetrieb aus NRW.

 

 

Sind die Hennen, die ihr vermittelt, krank?

 

Die Hennen aus den Betrieben haben grundsätzlich keine ansteckenden Krankheiten. Allerdings sind sie häufig stark geschwächt, zerrupft und teilweise blutig gepickt. Das Jahr im Legehennenbetrieb hat ihnen körperlich zugesetzt.

Hier könnt ihr euch über die Besonderheiten der Ex-Hochleistungslegehennen informieren und hier über spezielle Krankheiten.

 

 

Wie lange lebt ein Huhn?

 

Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten. Es gibt Hühner bzw. Hühnerrassen, die bis zu 10 Jahre alt werden können. Legehybriden, wie Legehennen im Fachjargon genannt werden, haben durch das ständige, angezüchtete Eierlegen leider keine so hohe Lebenserwartung wie manch Rassenhuhn. Insbesondere die von uns geretteten Hennen sind durch ihre Vergangenheit leider ausgelaugt und erschöpft. Mehr über die Besonderheiten von Ex-Hochleistungslegehennen erfährst du hier. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Hennen, die bei ihrer Rettung durch uns ca. 15 Monate jung sind, im neuen Zuhause noch eine Lebenserwartung von etwa ein bis drei weiteren Jahren haben. Allerdings zählt für diese geschundenen Kreaturen jeder Tag, den sie in Freiheit verbringen durften!

Fragen zur Arbeit von Rettet das Huhn e.V.

 

Wie kommt ihr an die Hennen, ist das legal?

 

Häufig wird RdH missverstanden. Wir stehlen keine Hennen, wir schleichen uns auch nicht nachts in Ställe und befreien so die Tiere. RdH arbeitet legal, d.h., wir kooperieren direkt mit den Betreibern. Die Betreiber selbst erlauben uns das Abholen ihres kompletten Hennenbestandes, teilweise sind sie bei der Ausstallung sogar selbst dabei. In diversen TV-Aufnahmen sieht man, wie wir die Hennen im Dunkeln mit Stirnlampen aus den Betrieben holen. Fälschlicherweise gingen daher gelegentlich einige Menschen davon aus, dass wir die Hennen in einer „Nacht und Nebel – Aktion“ stehlen. Wir möchten hier betonen, dass Ausstallungen in den frühen Morgenstunden, also in Dunkelheit, üblich sind! Auch, wenn die Hennen zum Schlachttransport abgeholt werden und nicht von uns.

 

 

Unterstützt ihr mit eurer Arbeit nicht die Massentierhaltung?

 

Ganz klar: Nein!

Oft werden wir gefragt, ob es nicht sinnlos ist, dass wir die Hennen retten, da dann ja sofort neue nachrücken. Ja, nachdem wir den kompletten Bestand gerettet haben, wir der Stall gereinigt und desinfiziert und der Betreiber bekommt die gleiche Anzahl junger Legehennen. Allerdings entsorgt der Betreiber so oder so seine Hennen nach einem Jahr, egal, ob wir sie ihm abnehmen oder nicht. Daher spielt es für den Betreiber auch keine Rolle, ob wir die Hennen abholen oder der Schlachttransporter. Nach einem Jahr im Legehennenbetrieb lässt die Legeleistung der Hennen nach, da sie in die erste Mauser kommen, sind für den Betreiber nicht mehr rentabel und müssen durch neue ersetzt werden. Daher würden die neuen Hennen in jedem Fall nachrücken, ob wir die „alten“ abnehmen oder nicht.

Der Betreiber verdient auch nicht an uns, da wir die Hennen entweder kostenlos von ihm beziehen oder maximal den Schlachtpreis (höchstens wenige Cent pro Tier...) bezahlen. Betreiber, die uns die Hennen zu horrenden Preisen „verkaufen“ wollen, sind von unserer Kooperation ausgeschlossen, da wir das System Massentierhaltung zwar nicht durchbrechen können, aber auch nicht unterstützen möchten.

Fragen zur Hühnerhaltung

Ich halte seit Jahren Hühner problemlos in einem unbeheizten Stall. Wieso wollt ihr, dass der Stall beheizbar ist?

 

Die geretteten Hennen kommen in der Regel aus einer 23°C warmen Anlage. Wenn die Übernahme im Sommer erfolgt braucht man natürlich keine Heizung. Aber im Winter müssen die Tiere die Möglichkeit haben, sich langsam an die niedrigen Temperaturen zu gewöhnen. Außerdem sind die Hühner auch oft schlecht befiedert. Deshalb sollte bei einer Übernahme im Winter die Möglichkeit zur Anbringung von Wärmelampen bestehen.

 

Wieso wollt ihr, dass der Stall raubtiersicher ist? Meine Hühner leben auch nicht in einem raubtiersicheren Stall. Trotzdem ist noch nie ein Angriff vorgekommen.

 

Gut, wenn du bisher das Glück hattest, dass es bei dir keinen Raubtierangriff gab. Selbst nach Jahren kann es aber vorkommen, dass plötzlich tagsüber ein Greifvogel oder nachts ein Marder zuschlägt. Ein absolut madersicherer Stall für die Nacht ist also ein absolutes Muss. Wir empfehlen, den Auslauf mit Netzen von oben zu sichern. Sollte dies nicht möglich sein, können viele Büsche u.ä. zum Schutz von oben gepflanzt werden.

 

Ich möchte mit der Hühnerhaltung anfangen, was muss ich alles beachten?

 

Als Erstes ist es wichtig, dass du einen mardersicheren Stall und evtl. auch ein Gehege baust. Für diese ersten Schritte ist für Einsteiger das Buch „Hühner in meinem Garten“ von Peitz und Bauer zu empfehlen (dort gibt es auch ein Kapitel über die Fleischverwertung, aber das kann man ja überspringen). Wichtige Infos zu Stall und Auslauf findest du auch hier.

Wichtig ist auch, dass du vorher klärst, ob die Haltung von Hühnern in deiner Wohngegend überhaupt erlaubt ist! Beachte bitte auch, dass die Hennen bei der Tierseuchenkasse gemeldet werden und regelmäßig gegen Newcastle Disease geimpft werden müssen. Diese Impfung ist eine Pflichtimpfung und wird übers Trinkwasser verabreicht. Rechtliche Fragen beantworten wir dir hier und Infos zur Impfung bekommst du hier.

Weitere Fragen beantwortet dir gerne dein Ansprechpartner.

 

Brauche ich einen Hahn für meine Hennen?

 

Grundsätzlich: Nein. Entgegen der oft noch üblichen Meinung, dass Hennen unbedingt einen Hahn brauchen, da sie sonst angeblich keine Hackordnung bilden können, haben wir (und viele unserer Abnehmer) die Erfahrung gemacht, dass Hennen sehr wohl auch ohne Hahn eine Rangordnung bilden, meist übernimmt eine Hennen die „Hahnen-Rolle“ und passt auf die anderen Mädels auf. Solltest du daher aus irgendwelchen Gründen Bedenken haben, einen Hahn zu halten, brauchst du dies auch nicht. Glücklich sind die Hennen trotzdem allemal. Allerdings muss hier gesagt werden, dass ein Hahn dem sozialen Gefüge nicht schadet, sondern ihm eher gut tut und es für die Hennen i.d.R. auch ein Vorteil ist, wenn sie einen „Mann im Stall“ haben. Sollte bei dir also nichts dagegen sprechen, einem Hahn ein Zuhause zu schenken, dann tu es! Uns erreichen täglich dringende Hahnen-Notrufe, so dass du über uns einem Hahn das Leben retten könntest. Sprich mit deinen Nachbarn (locke sie vielleicht mit der Aussicht auf ein paar frische Eier, die du ihnen abgibst...), und wenn sie nichts gegen einen Hahn haben, kontaktiere deinen Ansprechpartner.

 

Legen die Hennen weniger Eier, wenn ich kein Legemehl mehr füttere?

 

In den Massenbetrieben wird grundsätzlich Legemehl gefüttert, um die Legeleistung der Hennen zu erhöhen. Das bedeutet also, dass deine Hennen, wenn du kein Legemehl fütterst, weniger legen. Allerdings vermitteln wir die Hennen aus reinem Tierschutzgedanken – d.h., das Eierlegen sollte für unsere Abnehmer nicht im Vordergrund stehen. Sie hören auch mit artgerechterer Nahrung bestehend aus Körnerfutter, frischem Grünzeug usw. nicht komplett auf zu legen – allerdings erhöht der Verzicht von Legemehl und die dadurch verminderte Ei-Produktion die Lebenserwartung deutlich! Daher bitten wir dringend darum, die Ernährung der Hennen nach und nach von Legemehl auf Körnerfutter umzustellen. Bitte beachtet hierzu unsere Hinweise unter „Besonderheiten der Legehennen“ und die Ratschläge zur Futterumstellung, die wir Euch im Zuge einer Vermittlung zukommen lassen.

Sonstige Fragen

Ich kann keine Hühner aufnehmen, wie kann ich euch trotzdem unterstützen?

 

Danke, dass du unsere Arbeit unterstützen möchtest! Dazu gibt es viele Möglichkeiten:

Mach „Werbung“ für uns – erzähle Nachbarn, Freunden, Arbeitskollegen... von uns. Je mehr Leute auf unsere Initiative aufmerksam werden, desto mehr Hennen können wir ein Leben in Freiheit schenken! Am besten verweist du auf unsere Website, damit die Menschen sich selbst ein Bild machen können.

Unterstütze unsere Arbeit mit einer Geldspende - die nötigen Infos dazu findest du hier.

Übernimm eine Patenschaft für ein Huhn - alle Infos darüber findest Du hier.

Werde Fördermitglied bei Rettet das Huhn e.V.  - Als Fördermitglied unterstützt du Rettet das Huhn e.V. zukunftssichernd und hilfst uns durch einen festen Jahresbeitrag, die entstehenden Kosten für unsere Hühnerrettungen zu decken.

Der Mindestjahresbeitrag beträgt 25,- Euro. Einen Antrag auf Fördermitgliedschaft kannst Du hier herunterladen.

Nähe Hühnerpullis für unsere Hühnchen – Infos uns Anleitung findest Du hier.

 

Woher bekomme ich die Hühnerpullover und wieviel kosten sie?

 

Die Hühnerpullis bekommst du am Tag der Rettung, wenn du deine Hennen abholst. Die Pullis werden – wie die Hennen – gegen eine Spende abgegeben. Hergestellt werden sie von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in liebevoller Arbeit. Hennen, die aus Bodenhaltung im Winter ausgestallt werden, können die Pullis in ihren ersten Wochen als Schutz gegen die Kälte gut gebrauchen, bis sie sich akklimatisiert haben und die Federn langsam nachwachsen.

 

 

Warum sollte ich keine Kartons für den Transport verwenden? Wie soll ich die Hennen denn sonst transportieren?

 

Einige Menschen, die uns kontaktieren, argumentieren, dass sie ihre Hennen ja bisher immer in Kartons transportiert haben und es nie ein Problem gab. Das mag sein, doch möchten wir zwei Dinge zu bedenken geben: Erstens sind die Hennen am Tag der Rettung stark gestresst, noch mehr, als sie es ohnehin im Massenbetrieb schon waren. Sie sind häufig sehr flatterig und es passiert daher immer wieder, dass ein Huhn, das bereits im Karton saß, blitzschnell wieder herausfliegt, während wir ein weiteres in den Karton setzen wollen. Nicht selten mussten wir daher Hennen rasch wieder einfangen. Das Schlimmste, was einer Hennenabnehmerin bei der Abholung tatsächlich einmal passiert ist, war, dass sich ein mit Hennen beladener Karton beim Tragen unten öffnete und alle Hennen herausfielen. Zweitens sind Kartons ungeeignet und werden von uns nicht für den Transport akzeptiert, weil die Hennen durch ihre Aufregung sehr „erhitzt“ sind und sie in Kartons, auch, wenn sie mit Luftlöchern oder -schlitzen versehen sind, ersticken können!

Gut geeignet und von uns für den Transport empfohlen sind Kleintierkäfige. In einem Käfig mit einer Länge von 80cm können 6-8 Hennen transportiert werden. Auch Hunde- oder Katzentransportboxen sind gut geeignet. Pro kleiner Katzenbox bitte nur ein Huhn setzen, bei etwas größeren Boxen zwei.

Falls ihr keine eigenen, geeigneten Transportbehältnisse wie die o.g. habt, hört euch im Freundes- und Bekanntenkreis um; sicher ist jemand bereit, euch für diesen Tag einen Kleintierkäfig oder Katzentransportboxen auszuleihen. Manchmal sind auch die örtlichen Tierheime kooperativ, wenn ihr erzählt, wofür die Käfige gebraucht werden, und geben die Transportbehältnisse gegen eine kleine Leihgebühr.

Auch bei ebay oder in Kleinanzeigen bekommt man gebrauchte Kleintierkäfige für sehr wenig Geld.

 

 

 

Werden denn auch Bio-und Freiland-Hennen nach einer Legeperiode geschlachtet?

 

Ja, auch Bio- und Freiland-Hühner sind in unserem gnadenlosen Wirtschaftssystem nur eine Legeperiode lang rentabel. Auch hier können die Betreiber es sich nicht leisten, Hühner durchzufüttern, wenn sie in die Mauser kommen und dadurch einige Wochen nicht legen oder ihre Legeleistung etwas nachlässt. Hinzu kommt, dass ältere Hennen immer größere Eier legen, die irgendwann nicht mehr in die genormten Eischachteln passen, bzw. gleicht dann nicht mehr ein Ei dem anderen, so wie der Verbraucher es gern hätte.

 

Gerettete Hühner

bis heute:

Jetzt per Paypal spenden

Online-Shoppen und RdH unterstützen?
Das geht ab sofort mit Gooding! Klickt
hier!

Kontakt

Ihr möchtet Hennen adoptieren?  Hier findet Ihr unsere Ansprechpartner.

Allgemeines/Anregungen/Presseanfragen bitte an

     info@rettetdashuhn.de

ACHTUNG: Bei Platz-angeboten und Anfragen zur Hühneraufnahme bitte direkt an die regionalen Ansprechpartner wenden!!

WDR Lokalzeit

24.4.2017

Ein schöner kleiner Bericht über unsere Hühnervermittlung bei unserer Birgit aus Marl 

Hier ansehen !

Unser Notfall-Service für Hühneradoptanten:

Kleine Geschichten im Teamtagebuch

Letzte Änderung:

Mittwoch, 26.04.2017

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Rettet das Huhn e.V

Anrufen

E-Mail