Rettet das Huhn e.V. - Vermittlung "ausgedienter" Legehennen
Rettet das Huhn e.V.  - Vermittlung "ausgedienter" Legehennen

 

 

Stall und Auslauf

Der Stall

 

Die wichtigsten Grundlagen einer artgerechten Haltung sind vor allem Licht, Luft und Sonne. Ein heller, trockener, gut belüfteter, jedoch zugfreier Stall ist von großer Bedeutung. Dieser sollte auch bei schlechtem Wetter wie Wind, Regen etc. als Schutz dienen.

Ungefähre Richtwerte für den Holzstall sind bei einer Lebensgemeinschaft von 10 Tieren mindestens 2 x 2 m als Außenmaß und eine Höhe von 1,80 m- 2,20 m. Der Fußboden muss feuchtigkeitsabweisend, fäulnissicher und recht widerstandsfähig sein. Er darf aufsteigende Bodennässe nicht aufnehmen, denn ein Stall wird ohnehin sehr schnell feucht. Er sollte sich leicht säubern und desinfizieren lassen.

Ideal sind ein Fundament aus Beton und ein gut isolierter Fußboden. Die Seitenelemente des Stalls sollten doppelwandig sein, damit eine gute Isolierung gewährleistet ist. Die Stallfront ist mit einem Fenster zu versehen, das den Stallboden genügend erhellt und ist somit möglichst nach Süden oder Südosten zu richten.

Bei Ställen ohne Bodenbelag (Naturboden, Erdboden) ist ein häufiges Umgraben oder Auswechseln des Bodens wichtig, um einer Anreicherung mit Krankheitserregern vorzubeugen. Bei Naturböden hat es sich außerdem bewährt, diesen regelmäßig mit Kalk und kieselsäurehaltiger Erde (gibt es in Apotheken zu kaufen, z.B. von Dr. Schaette) zu vermischen, um  so Parasiten und Krankheitserregern zusätzlich vorzubeugen.

In jedem Stall – egal ob mit Beton- oder Erdboden – kann man zudem ein Gemisch aus kieselsäurehaltige Erde und Sand zum “baden” anbieten. Das Gemisch reinigt das Gefieder und beugt ebenfalls unliebsamen “Gästen” vor.

Da Hühner eine relativ trockene Stallluft brauchen, aber auch einen großen Sauerstoff- und Frischluftbedarf haben, sollten Lüftungsklappen vorhanden sein, welche z. B. oberhalb des Fensters angebracht sind. Im Sommer könnte ein fest konstruierter Gitterrahmen das Fenster ersetzen.

 

 

Hier findet Ihr gut durchdachte und geeignete Hühnerhäuser:

 

http://hühnerstall.de/68/huehnerstaelle-und-haeuser

Einrichtung des Stalls

Außer Tür, Fenster und Lüftung gehört noch ein verschließbares Schlupfloch in den Hühnerstall. Um vor Wind zu schützen, kann man einen Windschutzkasten, d. h. einen Vorbau mit seitlichem Eingang, vor dem Schlupfloch anbringen. Als Scharr- bzw. Einstreumaterial eignen sich Sand, Kurzstroh, etwas Torf, Sägespäne, trockenes Eichenlaub usw.. Optimal ist eine Schicht von 20 cm.

Eine funktionelle und gute Inneneinrichtung des Stalles ist ein Kotbrett mit darüber (etwa 30-40 cm) angebrachten Sitzstangen, welche unbedingt nebeneinander in Abständen von ca. 35cm angeordnet sein sollten um Streitigkeiten zu vermeiden (man rechnet mindestens 20 cm Sitzstange pro Huhn). Die Sitzstangen sollten einen Durchmesser 4-5 cm und abgerundete Kanten haben, um ein angenehmes Sitzen zu ermöglichen. Sie müssen zur einfachen Reinigung herausnehmbar sein, dürfen sich aber nicht bewegen. Die Hühner benötigen die Sitzstangen zum Schlafen.

Der Auslauf und seine Gestaltung

 

Grundsätzlich ist ein grasbewachsener Auslauf mit Baum- und Buschbestand für Hühner der optimale Lebensraum. Unter freiem Himmel fühlen sie sich ihrer Herkunft entsprechend unsicher und unwohl und werden so leicht zum OPfer für Raubvögel. Obstbäume und Sträucher spenden Schatten und bieten zudem windgeschützte Plätze.

In Gebieten, in denen Gefahr durch Greifvögel droht, raten wir dringend dazu, den Auslauf mit einem Geflügelschutznetz zu sichern.

Die Fläche des Auslaufs sollte etwa 20 qm pro Huhn betragen. Der Rasen ist kurz zu halten, da lange Grashalme nicht mehr gefressen werden. Nach Möglichkeit sollte ein Teil der Auslauffläche überdacht sein, so dass der Futterplatz immer im Trockenen liegt.

Von großer Wichtigkeit ist ein Platz, an dem die Tiere ein Staubbad nehmen können. Bietet der natürliche Boden keine Möglichkeit dazu, so sollte ein überdachtes Staubbad von 1 x 1 m, gefüllt z.B. mit feinem Heidesand, angelegt werden. Dies dient der Freihaltung von Außenparasiten und steigert das Wohlbefinden der Tiere.

Hühner lieben Misthaufen! Wer also die Möglichkeit hat einen Misthaufen in der Nähe des Hühnerauslaufes anzulegen, so dass die Tiere dort gelegentlich nach Herzenslust scharren und picken sowie nach Kleininsekten suchen können, der sollte dies in jedem Falle tun!

Was tun bei Abnutzung des Auslaufs

 

Das Auslaufgelände ist, je nach Abnutzung, wie folgt zu bearbeiten: Löcher und andere Unebenheiten sind wieder auszugleichen, für regelmäßiges Grasangebot ist zu sorgen und gelegentliches Düngen (mit Phosphor und Kalk) und Umgraben ist notwendig. Das Vorhandensein eines Wechselauslaufes ist hierbei von Vorteil. Dabei wird ein Auslauf genutzt, während sich der 2. Auslauf erholen bzw. gepflegt werden kann.

Der gesamte Auslaufbereich sollte sicher eingezäunt sein. Dazu eignen sich sämtliche Maschendrahtzäune, aber auch sehr dichtes, dorniges und reich verzweigtes Buschwerk, wie Berberitzen, Feuerdorn und Schlehen. Die künstliche Einzäunung ist jedoch der natürlichen vorzuziehen, da eine konstante Höhe (von ca. 1,30 – 1,50m) gewährleistet ist, ein Untergraben vermieden wird (vor allem bei festen Fundamenten) und ein Eindringen von Fressfeinden (z.B. Fuchs) verhindert wird.

Um Hühner vor Greifvögeln (Habichte und Bussarde) zu schützen, sollte man, zumindest teilweise, den Auslauf mit Netzen oder Seilen überspannen. Als Schutz vor Mardern, welche ausschließlich nachts aktiv sind, müssen die Hühner die Nacht im sicher verschlossenen Stall verbringen. 

Gerettete Hühner

bis heute:

Jetzt per Paypal spenden

Kontakt

Ihr möchtet Hennen adoptieren?  Hier findet Ihr unsere Ansprechpartner.

Für Anregungen, allg. Anfragen & Presseanfragen

TV: WDR

daheim + unterwegs

Unsere Nicole berichtet mit Huhn Frieda live im Studion über unsere Rettungen

Hier ansehen !

Unser Notfall-Service für Hühneradoptanten:

Kleine Geschichten im Teamtagebuch

Letzte Änderung:

Sonntag, 20.08.2017

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Rettet das Huhn e.V