WIR RETTEN LEGEHENNEN AUS MASSENTIERHALTUNG - RETTET DAS HUHN E.V.
WIR RETTEN LEGEHENNEN AUS MASSENTIERHALTUNG - RETTET DAS HUHN E.V.

Aktuelles

August 2021
Unsere Promi-Hühner

Im August sind 4 unserer Hühner bei Barbara Schöneberger eingezogen.

Wir freuen uns sehr, dass Barbara es wahr gemacht und nach unserer Einladung in die NDR Talk Show selbst vier Damen von uns adoptiert hat.
 
Die vier "Promi-Hühnchen" kommen aus unserer
Open-End-Rettung und mussten als aussortierte Pflegis am Rettungstag zunächst in tierärztliche Behandlung bzw. wurden nach der Ausstallung von uns noch als "Reste" im Stall gefunden.
Anfang August waren sie dann bereit für den Umzug ins neue Zuhause und wurden in einem kleinen Privattransport von Steffi zu Barbara gebracht.
 
Dort haben sie ein wunderschönes Zuhause gefunden, haben sich schon mit den anderen Hühnern und ihrem Hahn befreundet und sitzen auch gern schon zutraulich und kuschelnd auf Barbaras Schoß.
 
Durch unseren Auftritt in der
NDR Talk Show haben wir -zeitlich ideal kurz vor der Open-End-Rettung- auch sehr viele zusätzliche Adoptionsanfragen bekommen und konnten so viel mehr Hühner von dort retten, als wir gedacht hatten.
 
Vielen herzlichen Dank, liebe Barbara, und viel Freude mit den Hühnchen!

Juli 2021

Open End 2021 - Kein Happy End

Wir haben vorgestern über 3400 Hennen gerettet. Es ist eine unglaubliche Zahl und 3400facher Grund für Dankbarkeit und Freude.
Unser Bericht darüber wird noch kommen. Wenn alles vorbei ist. Heute und in den folgenden Tagen ist die Zeit dafür noch nicht. Heute Nacht und in den folgenden werden alle sterben, die wir nicht mitnehmen konnten. 120.000 Hennen, die ein Jahr in der Hölle hinter sich haben, deren ausgemergelte, verletzte Körper und verstörte Äuglein wir vorgestern von Angesicht zu Angesicht sehen und zurücklassen mussten. 
Wir sind hilflos und gelähmt, unsere Kerzen brennen und alle weinen.

Julia hat ihre Gefühle aufgeschrieben. Sofern das möglich ist… :
Es ist Montag Abend, der 19. Juli 2021, und ich sitze hier und weine…
Die letzten Tage waren so schwer, so durchwachsen von allen Gefühlen… Trauer, Wut, Schmerz, Angst, aber auch Freude für die, die wir retten konnten. Wir haben die letzten Tage vermittelt wie verrückt, bis tief in die Nacht hinein und sind am nächsten Morgen wieder zur Arbeit gegangen, als sei alles so wie immer. Wir konnten somit unsere Zahlen innerhalb einer Woche von 1600 auf 3600 Leben erhöhen! 
Mehr als wir je gehofft hatten…
Gerade jetzt, in diesem Moment sind die polnischen LKWs auf dem Hof und holen sie, unsere Hühner, unsere Schützlinge. 
 
Wisst ihr eigentlich wie es ist? Habt ihr eine Ahnung?

Ich habe schon viele Rettungen mitgemacht und bin hart im Nehmen, ich habe immer funktioniert, aber dieses Mal ist es anders, diese Rettung ist anders.
Wir müssen entscheiden, wer mit uns darf, müssen entscheiden, nach wem wir greifen und nach wem nicht. Wenngleich auch 3600 gerettete Leben so viel klingt und so viel ist….: da sind sie, unsere 120.000 anderen, die wir so lieben und die wir doch nicht retten können. Ich entschuldige mich immer wieder bei ihnen und hoffe, sie spüren, dass ich sie von Herzen liebe, jedes kleine winzige Seelchen.
Wer ist bei ihnen und passt auf sie auf? Wer begleitet sie und tröstet sie auf dem Weg in den Tod? Sie sind hilflos den Mitarbeitern des polnischen Schlachthofs ausgeliefert.

Draußen auf dem Rasen sitzen mein Fienchen und meine Fiona, die riesiges Glück hatten. Ihre tiefen Pickwunden beginnen schon jetzt ein bisschen zu heilen und sie können erstmals in Frieden fressen, sie sitzen in meinem Garten und zupfen mit ihren unbeschreiblich zarten Freudentönen die ersten Grashalme ihres Lebens.

Ihre kleinen Körper wiegen nur noch ein einziges knappes Kilo. Zu Tode geschwächt und lebensmüde wurden sie vorgestern von unseren fleißigen Stallläufern aus dem Stall getragen, sie konnten diese Zustände nicht weiter ertragen, ihre kleinen Körper konnten nicht mehr…
 
Noch in den kleinen Boxen, in die wir unsere Pflegis während der Rettung setzen, breiteten sie ihre zarten Flügel aus und fühlten das erste Mal die Sonne… wir gaben ihnen Infusionen, um ihre kleinen von Wunden gezeichneten Körper zu stabilisieren. Mit ihnen kamen unzählige andere Pflegis, auch die, die wir nur noch halten konnten, um sie auf ihrem letzten Weg zu begleiten… Dani sagt: „…ein Huhn muss einmal im Leben die Sonne sehen“.
Und so saß ich während den Stunden der Rettung mit vielen Hühnern minutenlang in der Sonne, bis sie langsam und friedlich und ohne Leid gehen konnten. 
Unsere tapfere Tierärztin Christin musste an diesem Tag mit uns zusammen so oft diese Entscheidung treffen. Sei es bei der kleinen Henne, die bereits eine stinkend-infizierte Wunde bis auf den Knochen hatte, sei es bei der armen Henne mit dem abgerissenen Bein, wo alles Gewebe von Hämatomen gekennzeichnet war, sei es bei der kleinen Karla, die wir noch auf der Rückfahrt euthanasieren mussten, da sie zu ersticken drohte. Ich weiß nicht wie, aber wir funktionierten. Bis jetzt, jetzt wo wir wissen, dass sie da sind, die „Höllentransporte“. Sie holen sie aus der Hölle und bringen sie in den Tod. Nicht friedlich, tröstend und erlösend. Sondern brutal, ohne Rücksicht und im Akkord.
Ich weiß nicht, wieviel gebrochene Knochen, Wunden, ausgestülpte Kloaken und dicke Bäuche in den Boxen landen werden, ich weiß nicht wieviel Tiere, die um Luft ringen, in diesen Boxen ersticken werden, weil sie noch nicht einmal mehr den Hals recken können.
Könnt ihr euch vorstellen, wie es sich anfühlt, am gebrochenen Bein gerissen zu werden, wie es sich anfühlt fast zu ersticken, wie sich Todesangst anfühlt?
Nein? Ich kann es auch nur erahnen und an nichts anderes mehr denken. Ihr Menschen wollt es nicht hören, sehen oder lesen, ihr verschließt die Augen vor der Realität, all dieses liegt in EURER Verantwortung. Ihr wollt diese Details nicht wissen? Wie ist es wohl, im Gitter fest zu hängen, sich dabei Extremitäten abzureißen, zu brechen und zugleich zu verdursten? Es sind Horrorgeschichten die ich mir da ausdenke, das höre ich so oft. Ich wünschte, es wäre so! Ich schreibe mir hier gerade von der Seele, was ich mit eigenen Augen gesehen habe. Ich dramatisiere nichts, es ist die bittere Realität, die diese Art der Haltung mit sich bringt. Selbst wenn die Mitarbeiter des Betriebes versuchen, die Tiere zu finden, die schwach, krank oder verletzt sind, es ist einfach nicht machbar, man kann sie nicht finden, wir reden nicht von 125, nicht von 1250, nein, wir reden von 125.000 Tieren!!!
Eine Zahl, die ich mir in Hühnern überhaupt nicht vorstellen kann!

Hinter diesen Zahlen verbirgt sich in jedem einzelnen eine kleine einzigartige Seele, jedes ist auf seine Art ganz besonders.
Ich werde diesen 17. Juli 2021 niemals vergessen, werde niemals vergessen, wie sich die Türen schließen und wir die restlichen Tiere zurücklassen:

Nach einer langen Arbeitswoche, nach Vermittlung am Feierabend bis zum Umfallen, starten wir am Samstag um 4 Uhr in der Frühe, nicht in einen Urlaub, nicht in ein Vergnügen, nicht um uns etwas Gutes zu tun. Wir starteten, um zu helfen, dort wo die Ärmsten der Armen sind, dort wo die eingesperrt sind, die keine Lobby haben. Wir alle, die auch einen anstrengenden Job haben und statt zur Hühnerrettung auch an den Strand fahren könnten. Aber wir entscheiden uns für die Hühner. Wir wissen, dass dieses Mal alles anders sein wird, dass wir diesen Mal kein Happy End verkünden können, dass uns diese Ausstallung an unsere Grenzen bringen wird.

Bereits auf dem Hof stinkt es abscheulich, nach Kot und Dreck und Tod, obwohl doch die schweren Metalltore noch fest verschlossen sind. Wie mag es erst da drinnen sein? Die Türen öffnen sich und kleine wunderbare Knopfaugen blinzeln neugierig ins Tageslicht. Ängstlich laufen sie dann vor uns davon, verstecken sich und fliehen in die Gitteretagen, sie können nicht wissen, dass wir sie ins Leben bringen wollen. 
Es sind doch so einzigartige, kleine Lebewesen, sie sind doch nicht anders als Hund oder Katze! Aber würden wir ein Leben in so einem Gefängnis auch „Haustieren“ wie Hunden zumuten? Ich denke nicht…. Daher schuf der Mensch das Unwort „Nutztier“, diese eine Silbe, die zu legitimieren versucht, dass man bestimmte Wesen ausnutzt und benutzt!
Vor jeder Halle sind diese unheimlichen Tore, diese großen schweren Metalltüren, die dafür sorgen, dass bloß niemand mitbekommt, welch Elend hinter diesen Türen stattfindet! Es ist eine Halle, eine Halle trostlos, dunkel, nur bestehend aus Gitter und Dreck, es gibt nichts, gar nichts, was ein Huhn zum Leben braucht. Es gibt keine Ruhe, keine Sozialstruktur, keine Sonne und kein Sandbad, das ihr Gefieder schützt. Sie haben ja noch nicht mal mehr ein Gefieder.

Ich habe die Schreie in meinen Ohren, diese Schreie voll Angst und Schmerz, die man nie vergisst.

Ihr könntet es nicht ertragen?
Dann hört auf, diesen Wahnsinn zu finanzieren!  Kauft keine Eier! 
Es sind nur scheiß Eier, verdammt nochmal!! Niemand MUSS Eier haben, um zu leben! Der pure Egoismus ist es, der dieses System am Laufen hält! Ihr dürft über euer Leben entscheiden, nicht aber über das Leben anderer!
Dieses Recht habt ihr/haben WIR Menschen NICHT!

Ich versuche, Entschuldigungen zu finden, damit ich mit Menschen auskommen kann. Vielleicht wissen sie es nicht besser…? Aber nein, sie wissen es! Wir berichten darüber, ich erzähle davon, aber sie WOLLEN es nicht wissen. Sie wollen nichts verändern, um andere zu schützen. Es ist ihnen egal, denn ihnen geht es gut. Sie müssen ja nicht hungern, dursten, oder mit unsagbaren Schmerzen dahin vegetieren. Das tun die anderen, die, deren Frühstücksei sie vielleicht beim glücklichen Familienfrühstück am Sonntagmorgen essen.. vielleicht lebt diese Henne noch, vielleicht auch nicht, vielleicht stirbt sie gerade, vielleicht reißt ein schlecht bezahlter Leiharbeiter sie gerade an den Beinen oder am Hals aus den Gittern und wirft sie in eine Box - wen kümmert es?

Niemand will verzichten. Aber ist es denn Verzicht, wenn ich mit meinem Verhalten Leben retten kann? Ist es nicht ein Gewinn? Tut es nicht auch meiner Seele gut, wenn ich, mit einer für mich nur kleinen Änderung, Leben rette, die Nachfrage nach diesen Produkten senke? Ist es Verzicht, im Supermarkt zu Nudeln oder Keksen ohne Ei zu greifen? Ist es Verzicht, wenn ich eine Streichcreme anstatt Eiersalat wähle? Nein, es ist kein Verzicht! Es ist einfach unsere Gewohnheit und Bequemlichkeit, die aber die oben beschriebenen unverzeihlichen Konsequenzen zur Folge hat!

ICH kann dieses nicht ertragen!
Wie oft werde ich als verrückte Hühnerfrau belächelt, wie oft verspottet für das, was ich tue, wie oft wird mir unterstellt, dass ich selbst Schuld bin, wenn es mir schlecht geht, solle ich mir das doch nicht antun und mich nicht mit dem Leid konfrontieren!
Und dann? Wer hilft diesen Tieren dann? Dann schau auch ich weg, wie es die meisten tun?
Aber ich bin nicht allein, ich habe das BESTE TEAM DER WELT, MEIN Rettet das Huhn Team! Ich bin nur ein kleiner Teil davon, inmitten von großartigen Kolleg*innen und meinem perfekten Helferteam, allein könnte ich niemals so viel schaffen! Viele sind bereits enge Freunde geworden, mit denen ich gemeinsam kämpfe.
Und auch jetzt sitzen wir alle Zuhause, weinen und haben eine Kerze für unsere Hennen angezündet, die wir nicht beschützen konnten. Und auch wenn wir jedes Mal ein Stück zerbrechen, hören wir nicht auf. Es ist genau das, was ich will. Tiere retten. Oder wie so treffend auf Knuds T-Shirt stand: Eat, sleep, save animals, repeat.

Danke an das gesamte Team, an den Vorstand, das Team vor Ort, das das komplette Jahr Unglaubliches leistest, danke an „mein“ Team und meine Freunde ( Chistin, Anja, Helge, Svenja und wie sie alle heißen ), danke an alle Vermittlerkolleg*innen und auch an Kai und ihre Angestellten, die uns so sehr bei den Fahrten und der Übergabe unterstützt haben! Wir machen weiter!
Julia
 
Heute gibt es kein Happy End. 

 

Mai 2021

 

Tausendschön

Am 24.Mai holten wir das 1000. Huhn aus unserer Junghennen-Rettungsschleuse ins Leben. Hier geht es zum Bericht.

April 2021

 

Erfolgreiche Rettung von 2680 Hennen und 35 Hähnen im April  

Nun ist der Frühling in vollem Gange, die Stallpflicht endlich aufgehoben und wir freuen uns mit jedem Tag für die Hennen aus unseren Rettungen im April, für die dieser Frühling der erste ist – der erste wahre Frühling.

Die ersten Tage und Wochen ihres Lebens, die das Wort Leben verdienen.
Die ersten Grashalme ihres Lebens, die ersten Sandbäder, das erste wohlige Strecken der Flügel - der Sonne entgegen, die warm und tröstend ihre geschundene Haut berührt.

Jede neugierige Erkundung, jeder erstaunte, erfreute Laut, jedes befreite Schlagen der Flügel, jedes eifrige Scharren in der Erde, jede ihrer Gesten und ihres eifrig-fröhlichen Tuns strahlt ihre unbändige Lebensfreude aus.

Aus drei Legehennenbetrieben in Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern holten wir im April insgesamt 2680 Hennen und 35 Hähne, die normalerweise nach einem Jahr der „Nutzung“ getötet worden wären.

350 liebe Adoptant*innen schenken ihnen nun ein glückliches Leben. Eine von ihnen ist Simone W., die uns die schönen Fotos dieses Berichts geschickt und folgende kurze Nachricht über den Einzug der kleinen Glücksbringer geschrieben hat:

 

"Liebes Rettet das Huhn Team,
erstmal müssen wir Euch danken für diese wunderbare Erfahrung, die wir durch Euch machen dürfen. Hühner sind einfach toll!!! Sie erkennen uns nun bereits an unserem Gang und man kommt kaum rein, da alle am Eingang stehen und gackernd auf einen warten. Sie helfen überall mit ;-) beim Misten, beim Beet Umgraben und natürlich beim Futter Auffüllen.....
Sie sind total zutraulich geworden und genießen es, wenn man bei ihnen ist. Sie zu beobachten, wie sie sich im Sand wälzen und alle Federn der Sonne entgegen strecken, ist einfach nur toll mit anzusehen…." 

 

So ist es. Es macht süchtig und glücklich, ihnen bei ihrer Freude zuzusehen.
Einen empathischen Menschen kann das Glück, das diese ehemals todgeweihten Tiere ausstrahlen, nur anstecken.
Und gleichzeitig kann es uns uns nur schämen lassen für das, was wir Menschen den Tieren auf dieser Erde antun.
Wenn auch ihr Platz in euren Herzen und in euren Gärten habt und einigen Legehennen aus der Massentierhaltung ein Leben und ein Zuhause schenken möchtet, meldet euch bei uns.
Die Vermittlung für unsere Sommerrettungen ist in vollem Gange und viele, viele Tiere warten auf ihre Rettung. Hier findet ihr alle Infos zur Vermittlung.

Wenn auch ihr etwas gegen die Ausbeutung der Tiere tun möchtet, nutzt eure Macht als Verbraucher:

 

Sagt NEIN zum Ei! 

 

Euer Team von Rettet das Huhn e.V.

März/April 2021

 

Geschenkaktion zu Ostern:
Verschenke unser OSTERN(EI)N
Liebe Freund*innen von Rettet das Huhn e.V.,
 
Ihr seid noch auf der Suche nach einem tierleidfreien Ostergeschenk?
Verschenkt in diesem Jahr ein Rettet das Huhn Ostern(EI)n!
 
Gerade zu Ostern - dem sogenannten Fest des Friedens - sind die verlogenen Bilder flauschiger Küken und glücklicher Lämmer auf grünen Wiesen allgegenwärtig - und verführen zum Kauf von Produkten voller Tierleid und Qual: Ermordete Tierkinder als Osterbraten, Schokohasen aus der Muttermilch gequälter Kühe, denen Jahr für Jahr ihr neugeborenes Kind entrissen wird und die buntgefärbten Eier der Legehennen, die in ihrem traurigen Leben in Anlagen aus Beton und Gittern niemals das Tageslicht sehen, niemals Sonne, Erde oder Gras kennenlernen und nach einem entbehrungsreichen Jahr in qualvoller Enge getötet werden…
 
Helft uns mit eurem Ostern(EI)n, Tiere aus der Legehennenindustrie nach der Zeit ihrer Ausbeutung zu retten, tierärztlich zu versorgen, zu heilen, zu trösten und das Erlebte vergessen zu machen!
Helft uns, diese Tiere durch unsere Rettungsaktionen als lebende Zeugen der Massentierhaltung ans Licht zu bringen, die Qualen, die den Tieren angetan werden, öffentlich zu machen und immer mehr Menschen ins Bewusstsein zu rufen, wie viel Leid der Konsum von Eiern und eienthaltenden Produkten für die Tiere bedeutet!
Für jede Spende mit dem Verwendungszweck “Osternein” senden wir euch pünktlich bis Ostersonntag euer
Rettet das Huhn - Ostern(EI)n
als schöne, personalisierbare Geschenkdatei.
Bitte habt Verständnis, dass wir den Mindestspendenbetrag mit 10€ festlegen müssen.
 
Unsere Ostern(EI)n - Geschenkaktion läuft bis zum 3.April 2021
Ostern(EI)n per Überweisung:
 
Kontoinhaber: Rettet das Huhn e.V.
IIBAN: DE80 4605 0001 0001 2700 40
BIC: WELADED1SIE
Sparkasse Siegen
Verwendungszweck: OSTERNEIN und deine EMAILADRESSE
 
Hinweis: Nur für Zahlungseingänge bis zum 3.April 2021 können wir rechtzeitig bis Ostersonntag dein persönliches Osternein versenden!
 
Wir wünschen Euch eine friedliche und fröhliche Osterzeit!
Denkt an die Tiere und seid FÜR sie da!
 
Sagt Nein zum Ei!
 
Euer Team von
Rettet das Huhn e.V.

März 2021

 

Über unsere Bodenhaltungsrettung im Februar 
 "Meine Kinder bringt das zum Weinen..."
Liebe Freund*innen von Rettet das Huhn e.V.,
 
Am 27. Februar fand unsere Rettung in der Bodenhaltung im Sauerland statt und heute - knapp 2 Wochen später finden sich schon die meisten der geretteten 1398 Hennen gut und mit wachsendem Selbstvertrauen in ihren liebevoll vorbereiteten Hühnerzuhausen zurecht.
Meist noch in geschütztem Raum und oft noch mit wärmenden Pullis haben diese kleinen tapferen Seelchen sich vieles schon erobert, was für ein glückliches, erfülltes Hühnerleben normal sein sollte. 

Für sie ist es -nach 17 grausamen Monaten in der Massentierhaltung- aber noch Wunder und für uns sind die Bilder von den ersten Schritten in ihr gerettetes Leben die Quelle der Kraft für unsere Arbeit.

 

Mit unserem besten Team der Welt lief die Ausstallung der 1398 Hennen zügig und gut geplant. Der entsetzliche Zustand, in den die Tiere innerhalb eines Jahres in der Bodenhaltung physisch und psychisch gebracht werden, ist uns leider gut vertraut und lässt uns doch jedes Mal wieder den Atem stocken.

Aus einem klaustrophobisch engen, dreigeschössigen Gitteretagensystem, aus beißendem Gestank und stickiger, staub- und dreckdurchsetzter Luft trug unser Stallteam sie durch die dunklen, fensterlosen, schmalen Gänge hinaus in die Morgensonne eines strahlenden Wintertags.

Dort übernahm unser Boxenteam, untersuchte jedes Tier einzeln und schnell mit geübten Griffen.
Kloake in Ordnung? Bauch unauffällig? Füße, Haut, Augen, Schnabel und Beine heil? Der kleine, ausgemergelte Körper noch ausreichend kräftig für die Reise ins Leben? So kamen sie in unsere normalen Transportboxen und wurden von unserem fleißigen Beladungsteam auf die Hänger verladen und sicher verzurrt.

69 Tiere mussten wir bei diesem Schnell-Check aussortieren und sofort in unserer mobilen Pflegistation erstversorgen: Hennen mit offenen Wunden durch Kannibalismus, mit schmerzhaften Legedarmkomplikationen, Schichteiern, im Legedarm zerbrochenen Eiern, zerpickten Kloaken und Kloakenprolapsen, entzündeten Ballenabszessen, gebrochenen Beinen und Zehen usw. usw.

Und insbesondere am Ende - als die Käfige fast leer waren- kamen wie immer die Schwächsten ans Licht: Bis aufs Skelett abgemagerte Tiere, die kurz vorm Verdursten oder Verhungern schon tagelang in den hintersten Winkeln versteckt gelegen haben mussten, zerpickt von den Schnäbeln der verzweifelten Artgenossinnen, zu schwach, um noch an Futter und Wasser zu gelangen, die Reste ihrer kleinen Körper schon so kalt und das ganze Tier nur noch Hunger, Durst und Angst.

Infusion um Infusion verabreichte unser Pflegiteam, wärmte, tröstete, gab Schmerzmittel und versorgte so gut es nur ging.

Nach drei Stunden war der Stall, das Gefängnis, der Ort dieses Grauens leer und wir starteten mit den Hennen in ihr neues Leben.
291 liebe Menschen nahmen sie an den Übergabeorten in Niedersachsen, Nrw, Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland gerührt und voller Zuneigung in Empfang und zeigen ihnen nun jeden Tag das Leben.
 
42 Tiere mussten wir direkt vom Stall aus zur akuten Versorgung zu Tierärzt*innen bringen, die uns schon erwarteten und ihre Stationen und Wochenenddienste extra für unsere Hennen eingerichtet hatten.
27 weitere in nicht ganz so bedrohlichem Zustand blieben nach unserer Erstversorgung in Pflegestellen, von denen aus sie in den folgenden Tagen in tierärztliche Behandlung gehen würden.
 
Eine solche Pflegestelle und treues Mitglied unseres Teams ist Anja. Nach dem langen Rettungstag am Samstag saß sie am Sonntag morgen wieder im Wartezimmer der tierärztlichen Hochschule in Hannover und schrieb dort diese Zeilen:
Es ist Sonntagvormittag, grau, ein richtiger Sofasonntag… Aber ich sitze mit einem kleinen, halbnackten Hühnchen, einem zusammengekauerten Bündel, mehr tot als lebendig im Wartebereich der Tierklinik. 14 schwerkranke, entkräftete, verletzte Hennen haben wir gestern Abend bereits hier abgegeben. Noch leben alle. 
Meine kleine Henne auch, sie atmet noch schwach. Gestern war sie noch stabil und ich nahm sie mit nach Hause. Rotlicht, Futter und Wasser standen in einem weichen, ruhigen Käfig für sie bereit. Nur für sie. Sie sollte das erste Mal erfahren, was Fürsorge ist, dass man sich ihrer annimmt. Sie ist nun ein Lebewesen mit einem Namen – May.
Heute Morgen ging es ihr noch schlechter als gestern. Sie trank nur und stand mit hängendem Köpfchen und geschlossenen Augen da. Ein Bild des Jammers, meine Kinder bringt das zum Weinen.
Ich habe schon einige Hühner gesund gepflegt, aber so schlimm war es noch nie…
Und nun sitze ich hier, während andere Familien gerade frühstücken und sich ihre Frühstückseier schmecken lassen.
Ein Ei, Massenware. Aus Bodenhaltung zum Schnäppchenpreis von 11 Cent das Stück… Schön günstig soll es sein, das Frühstücksei, dann kann man auch mal 2, 3 essen und Ostern noch mehr.
…und ich sitze hier mit einem kleinen Geschöpf, das zu schwach ist, sein Köpfchen zu heben, zu schwach, um zu stehen und nun zu schwach, um das nächste Ei nach 13 Monaten täglichem Eierlegen, noch aus seinem Körper zu pressen.
Ich kann nicht aufhören, über ihr bisheriges Leben nachzudenken. May hat 17 Monate lang die Hölle erlebt. Mit 9 anderen Hennen pro Quadratmeter und mehreren Hundert in einem „Abteil“ aus Eisenstangen und Gittern, nein nein, niemand sagt Käfig, denn Käfighaltung ist ja verboten!
1 qm für 9 Hühner, auf Gittern, ohne Tageslicht, bei beißender Luft, Dreck, Enge und Lärm. Kein Scharren, kein Sandbad, keine natürliche Rangordnung, wer zu schwach ist, kommt nicht mehr an Wasser und Futter und verdurstet im schlimmsten Fall. Realität in der Bodenhaltung. Die Idylle vom dick mit Stroh eingestreuten, sonnendurchfluteten Stall, die gibt es nicht, auch wenn uns das die Bilder auf der Eierpackung glauben lassen wollen. Nicht für den Großteil der Hühner, die täglich die Eier produzieren, die z.B. in Kuchen und Keksen, Nudeln, Mayonnaise, Eiweißshakes, in der Panade vom Fertigschnitzel und natürlich auf dem Frühstückstisch landen.
Der Verbraucher hat es in der Hand, jeden Tag, wenn er im Supermarkt oder beim Bäcker einkauft oder im Restaurant isst. Muss es unbedingt Ei sein? Ein Kuchen schmeckt auch ohne Ei, vegane Alternativen gibt es mittlerweile in jedem Supermarkt...

  

May hat es zumindest geschafft, aus der Hölle lebend zu entkommen, viele Millionen Hühner haben dieses Glück nicht.
 
Nun muss sie sich ins Leben kämpfen. Ich wünsche mir für die kleine, zarte, zerbrechliche May, dass sie gesund wird, die Sonne sieht, Gras unter ihren Füßchen spürt und endlich Huhn sein kann. Ich möchte sie im Sand baden sehen, picken und Regen schmecken. Dafür sitze ich heute hier, statt mit meiner Familie am Frühstückstisch – ohne Ei-…
Eure Anja mit May
Herzlichen Dank an alle Adoptant*innen, an unsere Tierärztin Dana Ströse aus Warendorf, Tierarzt Burkhard Sudhoff aus Mönchengladbach, Dr. Legler und das Team der Vogelklinik der Ti Ho Hannover, an alle Helfer*innen und Unterstützer*innen unserer Arbeit!

 

Euer Team von Rettet das Huhn e.V.

Januar 2021

 

Unser Dank für 2020!

Unsere Zuversicht für 2021!

Liebe Freund*innen von Rettet das Huhn e.V.,
 
ein denkwürdiges, verunsicherndes Jahr 2020 liegt hinter uns, in dem wir Menschen mehr denn je mit uns Menschen selbst beschäftigt waren.
Ein winziges Virus offenbart unsere Verwundbarkeit und unseren Irrtum, unserer Spezies eine „Allmächtigkeit“ auf dieser Erde zuzusprechen, mit der wir brandschatzend, raubbauend und mordend der Natur und unseren Mitgeschöpfen begegnen dürften.
Der Zusammenhang der Pandemie mit unserem verantwortungslosen, zerstörenden Umgang mit unserer Welt und unseren Mitgeschöpfen, insbesondere in der intensiven Tierhaltung und Tierausbeutung, liegt klar ersichtlich auf der Hand… Und was tun wir? Lernen wir endlich daraus? Fangen wir endlich an, weiter zu denken und mehr zu tun als uns nur um uns selbst und die Einschränkung unserer Freiheiten zu sorgen?

 

Für die Milliarden der von uns Menschen versklavten, ausgebeuteten, missbrauchten, gequälten und ermordeten Tiere war dieses Jahr so grausam und todbringend wie jedes andere zuvor. Für sie wäre am Jahreswechsel ein Blick zurück genauso wie ein Blick nach vorn immer nur ein Blick auf Angst, Tod, Verzweiflung und Leid. Für sie gibt es keinen Unterschied.
 
Um weiter gemeinsam für die Tiere zu kämpfen und für sie stark zu bleiben, brauchen wir aber gute Gedanken und Zuversicht und darum möchten wir euch einen dankbaren, wunderbaren und hoffnungsvollen Rückblick auf das Jahr 2020 schenken:


Wir haben im Jahr 2020 mit eurer Hilfe 14.869 Tieren das Leben gerettet!
Das sind so viele Tiere wie in keinem Jahr zuvor!

In 20 großen Rettungen holten wir 13.366 Legehennen aus Massentieranlagen und bewahrten sie so nach ihrem Leben in der Ausbeutung vor ihrem grausamen Tod im Schlachthof!
Hinzu kamen 1.321 Hennen, die wir in sogenannten „kleinen Rettungen“ aus anderen Notsituationen, Beschlagnahmen, schlechten Haltungen u.ä. übernahmen, versorgten und in schöne Plätze vermittelten.
Und nicht zuletzt konnten wir 192 Hähne (aus den Betrieben, ausgesetzte Hähne, aus Tierheimen, Beschlagnahmen u.ä.) retten und in sichere Hände geben!

 

Wir danken euch von Herzen für die tatkräftige, treue und tierliebe Unterstützung, die die Rettung jedes einzelnen dieser Tiere

möglich gemacht hat!

Exemplarisch für die Arbeit und die vielen kleinen und großen Rettungserlebnisse des Jahres 2020 möchten wir euch an dieser Stelle über den Dezember 2020 berichten, in dem noch viel geschehen ist:


5.Dezember 2020
 
Anruf aus „unserem“ „Bodenhaltungsbetrieb Nord“, dessen Mitarbeiter*innen uns aussortierte Hennen aus dem laufenden Betrieb überlassen, die auf Kontrollgängen gefunden und normalerweise getötet oder einfach sterben gelassen werden würden.
Wir holen 3 Hennen ab, bringen sie zum Tierarzt, versorgen und bringen in Pflegestellen unter:
1 Henne mit entzündetem Fuß
1 unterentwickelte, geschwächte Henne
1 Henne mit Ballenabszess.


6.Dezember 2020

 

Anruf Bodenhaltungsbetrieb Nord: Wir holen und versorgen 2 Tiere:
1 Henne mit Oberschenkelbruch – wird operiert,
1 Henne mit Trümmerbruch – muss euthanasiert werden.

 

Ausstallung Bremen: Wir übernehmen 137 Hennen aus Bodenhaltung,
darunter 6 verletzte oder sehr schwache „Pflegis“ und übergeben sie gemeinsam
mit 1 Notfall-Hahn an viele liebe Adoptant*innen.

Besonders ging uns der Anblick diese kleinen Henne ans Herz.
Als der Stall sich nach und nach leerte, saß sie einfach so da, wie schlafend, zuvor versteckt unter der Masse ihrer Artgenossinnen… Björn hob ihren kleinen Körper hoch. Kein Herz schlug, kein Äuglein öffnete sich mehr… Für sie waren wir zu spät gekommen. Sie musste in der Nacht vor unserer Ankunft gestorben sein.
 
Ausstallung Hunsrück:
Wir retten 215 Hennen und einen Hahn aus einer Freilandhaltung.
7 Pflegis bleiben zur tierärztlichen Versorgung in unserer Obhut bzw. in vorbereiteten Pflegestellen.


10. Dezember
 
Anruf Bodenhaltungsbetrieb Nord: Wir holen und versorgen 7 Tiere.
1 dehydrierte, zu Tode geschwächte Henne – muss euthanasiert werden,
1 Henne mit blutigem Kloakenvorfall
1 Henne mit Zehenverletzung – Zeh wird amputiert
3 unterentwickelte, humpelnde Hennen
1 schwache Henne


12. Dezember
 
Ausstallung Westerwald: Wir übernehmen 1394 Hennen aus Bodenhaltung.
43 Tiere mit schweren Zehenverletzungen, Schichteiern, Bauchdeckenbrüchen und ähnlichem werden tierärztlich versorgt und größtenteils operiert.
19 Hähne aus Tierheimen u.ä. transportieren und vermitteln wir mit.
An 22 Übergabeorten erwarten über 300 liebe Adoptant*innen die Tiere und schenken ihnen ein behütetes Zuhause.

Unser „Hahnenparkplatz“. Genau nummeriert und beschriftet warten hier die Gockel auf die Verladung auf ihren Transport, denn nicht jeder Hahn passt an jeden Platz. Deswegen überlegen wir bei der Planung natürlich genau, welcher Hahn am Rettungstag an welchen Platz gegeben wird.

Viele der Hähne müssen unsere Vermittler*innen schon am Vortag der Ausstallung aus Tierheimen o.ä. abholen und als „Übernachtungsgäste“ bei sich beherbergen, um sie dann am nächsten Tag mit auf die große Fahrt ins Glück zu nehmen.

Besonders erschreckend war dieses Mal die große Anzahl an Tieren mit schweren Verletzungen durch Zehenkannibalismus.
Auch in einer anderen, noch jüngeren Gruppe des Betriebs war und ist das ein Problem. Schon in den vergangenen Monaten bekamen wir immer wieder Tiere “zwischendurch” heraus, die der Betreiber mit schweren Fußverletzungen an uns abgab, anstatt sie zu töten.

Unsere fleißige Vermittlerin Steffi F. unterstützt von unserer Sarah hat seit dem Sommer nach und nach 309 solcher noch sehr jungen Tiere abgeholt, Füße verbunden, Zehen amputieren lassen, Wunden geheilt und schließlich fast alle der Tiere nach dem Gesundpflegen als Glückshühner in gute Hände vermittelt.

 

 

 

 

Auch mit einem fehlenden Zeh können die Hühner nach der Genesung ein glückliches Leben führen.

 

 

 

"Bauchoperierte" und "Zehamputierte" geborgen in ihrer Pflegestelle.

13. Dezember
 
Ausstallung Raum Hannover: Von den uns angekündigten circa 120 Hennen aus einem Mobilstall können wir nur noch 60 abholen.

Alle anderen sind in den letzten Wochen vor der Rettung Beuteräubern zum Opfer gefallen. Vergeblich hatte Julia schon im Vorfeld versucht, den Rettungstermin vorzuverlegen, weil der Betreiber von diesen Verlusten berichtete. Leider blieb er hart und wollte sie uns nicht früher abgeben.
Als Julia am Rettungstag mit ihrem kleinen Team früh morgens am Stall ankam, stand in einem Plastikgemüsekorb ein schwer verletztes, völlig unterkühltes Huhn neben dem Stall. Mit blutig zerpickter Kloake hatte der Betreiber sie am Vortag aussortiert und die ganze nasskalte Nacht hindurch in diesem Zustand dort stehenlassen… da wir ja ohnehin kommen würden, hatte er sie einfach dort abgestellt.
Natürlich erklärte Julia ihm (nicht zum ersten Mal) eindringlich, dass er IMMER und SOFORT anrufen solle, sobald er ein krankes oder verletztes Tier hätte und dass wir uns so schnell wie möglich auf den Weg machen und solch ein Tier abholen würden!
Und dass auch dieses Tier dringend gestern schon zum Tierarzt gemusst hätte! Inwieweit diese Worte dieses Mal bei ihm ankamen und Wirkung zeigen, wissen wir nicht… Groß ist unsere Hoffnung nicht.
Das Herz kann einem nur zerbrechen, wenn man sich vorstellt, wie dieses kleine, geschwächte, schwer verletzte Tier die ganze kalte Nacht hindurch ungeschützt und mit Schmerzen dort draußen ausharren musste! Umgehend brachten wir sie in die tierärztliche Hochschule nach Hannover . Sie wurde mit Schmerzmittel und Infusionen versorgt, gewärmt, die Wunde verarztet.

Leider waren wir zu spät und sie starb in der folgenden Nacht auf der Station. Wir können nur hoffen und daran glauben, dass sie trotz allem in diesen letzten Stunden keine Angst mehr hatte, dass sie Geborgenheit und den Schutz der Menschen spüren konnte, die sich nun um sie sorgten, die um sie kämpfen wollten und für die ihr Leben von Bedeutung war.

 

14. Dezember
 
Anruf Bodenhaltungsbetrieb Nord: Wir holen und versorgen 6 Tiere.
1 Henne mit Tumor am Eierstock - muss euthanasiert werden
1 Henne mit verletzter Kloake
2 Hennen mit gebrochenen Beinen - werden operiert
1 Henne mit entzündetem Fuß
1 lahmende Henne mit Nervenverletzung


16. Dezember
 
Anruf Bodenhaltungsbetrieb Nord: Wir holen und versorgen 5 Tiere.

1 Henne mit verletzter, bereits nekrotischer Kloake - wird euthanasiert
1 Henne mit mehrfachem Beinbruch - wird erfolgreich operiert
1 Henne mit Beinbruch
1 schwache, lahmende Henne
1 Henne mit tiefem Schnitt im Zeh

19. Dezember
 
Anruf Bodenhaltungsbetrieb Nord: Wir holen und versorgen 10 Tiere.

1 Henne mit schwer zerpicktem Kopf
4 Hennen mit entzündeten Füßen oder Gelenken
1 Henne mit Beinbruch - wird operiert
1 schwache Henne
2 unterentwickelte, lahmende Hennen
1 zerpickte, stark gemobbte Henne

Ausstallung Sauerland: Wir holen 315 Hennen aus einer Mobilstallhaltung im Sauerland ab und übergeben sie an 7 Übergabeorten in NRW an 78 liebe Adoptant*innen.
17 Pflegis müssen wir tierärztlich versorgen lassen und in Pflegestellen unterbringen.
3 Hähne aus Tierheimen werden mitvermittelt.

Gleichzeitig findet unsere Ausstallung im Raum Reutlingen statt.
Unser süddeutsches Team holt 348 Hennen aus einer Bodenhaltung ab
, versorgt 13 Pflegis und vermittelt 5 Hähne mit. An 6 Übergabeorten warten 76 Adoptant*innen und bringen die Hennen in gut vorbereitete neue Heime, in denen die Tiere trotz der kalten Witterung in warmen Ställen langsam das nie gekannte artgerechte Leben kennenlernen dürfen.

Besonders glücklich waren wir über diese kleine Henne. Im Gegensatz zu "unseren" anderen Ställen durften wir in Reutlingen nicht selbst in den Stall, um die Hennen herauszuholen, sondern mussten sie vom Stallbetreiber und seinem Personal draussen entgegennehmen. Am Ende der Ausstallung gelang es unserem Nic dennoch, noch einmal durch den leeren Stall zu gehen und genau zu suchen, ob auch kein Tier vergessen wurde. Und tatsächlich fand er in einem Legenest versteckt noch diese kleine verängstigte Henne.
Nicht auszudenken, wenn wir sie nicht gefunden und zurückgelassen hätten! Da alle anderen Tiere mittlerweile verladen und gesichert waren, durfte die kleine Nic -wie wir sie nannten- kurzerhand auf einem Sonderplatz im Fahrgastraum in ihr neues Leben fahren.

 

22. Dezember
 
Anruf Bodenhaltungsbetrieb Nord: Wir holen und versorgen 6 Tiere.

1 unterentwickelte, lahmende Henne
1 Henne mit großer Schürfwunde an der Seite
1 Henne mit schwerem Ballenabszess- wird operiert
1 Henne mit Zehenverletzung - wird amputiert
1 dehydrierte, unterernährte Henne - stirbt kurz nach der Übernahme in unseren Händen
1 Henne mit Nerventrauma - muss nach einigen Tagen trotz aller Maßnahmen euthanasiert werden

 

25. Dezember

Anruf Bodenhaltungsbetrieb Nord: Wir holen und versorgen 6 Tiere.
3 unterentwickelte, lahmende Hennen
1 Henne mit großem Schichtei und Aszites - wird operiert
2 schwache Hennen

26. Dezember
 
Anruf Bodenhaltungsbetrieb Nord: Wir holen und versorgen 5 Tiere.

1 unterentwickelte, lahmende Henne
1 schwache Henne
2 Hennen mit Zehenverletzungen - werden amputiert
1 Henne mit Schichtei - wird operiert


27. Dezember

 

Anruf Bodenhaltungsbetrieb Nord: Wir holen und versorgen 7 Tiere.
2 unterentwickelte, lahmende Hennen
1 Henne mit riesigem Schichtei (Gewicht der Henne vor OP über 2,9kg!!) -wird operiert
3 Hennen mit verletzten Zehen
1 Henne mit verletztem Bein

 

29. Dezember
 
Anruf Bodenhaltungsbetrieb Nord: Wir holen und versorgen 5 Tiere.

1 zerpickte Henne mit Beinverletzung
1 dehydrierte Henne mit Beinbruch, stirbt nach dem Tierarztbesuch
1 Henne mit Beinbruch - wird operiert
1 unterentwickelte, lahmende Henne
1 dünne, dehydrierte Henne

30. Dezember
 
Anruf Bodenhaltungsbetrieb Nord: Wir holen und versorgen 1 Tier.

1 Henne mit schwerer Atemnot - wird umgehend beim Tierarzt als Notfall versorgt und mit Cortison vor dem Ersticken gerettet.

 

Zeitgleich zu diesen reinen “Rettungsaktivitäten” finden natürlich ständig Tierarztfahrten, Transporte bestimmter Tiere zu bestimmten spezialisierten Kliniken für besondere OPs, Fahrketten zum Verteilen und Umverteilen der verletzten Tiere auf die geeigneten Pflegestellen, die ständige Versorgung der vielen Pflegetiere, die Vermittlung der genesenen Pflegis in Endstellen, die Betreuung der Adoptant*innen -insbesondere direkt nach der Übernahme bei Fragen zur Eingliederung usw.-, die Bearbeitung neuer Anfragen, Vorkontrollen, Nachkontrollen und vieles vieles mehr statt.
 
Unser Team - bestehend aus rund 40 Vermittler*innen und den zugehörigen Helferteams hat im Jahr 2020 über 5000 Kontaktformulare/Anfragen von interessierten Adoptant*innen bearbeitet. Daraus haben sich rund 3000 erfolgreiche Vermittlungen und somit die Rettung der 14.869 Tiere diesen Jahres ergeben.
 
Jeder Platz für unsere Tiere wird gut geprüft, über jedes Tier führen wir Buch, wir begleiten unsere Tiere und stehen allen Adoptant*innen mit Rat und Hilfe zur Seite.
Fast jedes Wochenende ist gefüllt von einer oder mehreren Rettungen, die Wohnzimmer und Gärten unseres Teams mit Pflegestationen für verletzte und geschwächte Tiere, die Feierabende mit Tierarztfahrten und der Versorgung von Tieren und die Herzen mit Liebe und Fürsorge.

 

 

Pflegistation für viele der operierten Beinbruchhennen bei unserer Gaby.

 

 

 

Pflegibelagerung des Home Offices unserer Susanne.

Das alles ist nur mit Menschen möglich, die 100%ig zuverlässig, teamfähig und hilfsbereit sind und die voller Tatkraft, aus größter Tierliebe, Überzeugung und tiefstem Herzen heraus handeln.
Wir sind dankbar, dass unser bestes Team der Welt aus genau solchen Menschen besteht! Nur so wird das alles möglich!

 
An dieser Stelle möchten wir ganz besonders großen Dank an unser Team im Norden schicken - insbesondere an
Anja M., Antin, Susanne, Dani, Knud und Meike J. - die JEDEN Tag bereitstehen und es innerhalb kürzester Zeit möglich machen, die meist schwer verletzten Tiere aus dem Betrieb “Nord” abzuholen, zum Tierarzt zu bringen und erstzuversorgen!
Ebenso möchten wir unserer
Steffi F. danken, die ohne viel Aufhebens und mit größter Zuverlässigkeit seit Monaten die Zehenkannibalismusopfer des Westerwaldbetriebs abholt und versorgt!
Ihr seid unglaublich!!

 

Herzlichen Dank auch an all unsere Hühnerpulli- und Traumarollen-Näher*innen!
Durch sie wurden über 2000 Pullis und über 90 Traumarollen angefertigt, die unseren geretteten Hennen Wärme und Halt geben!
 
Herzlichen Dank auch an unsere
(Hahnen)-Pflegestelle in Landau in der Pfalz! Im Jahr 2020 konnten wir hier neben 130 Hennen auch über 20 Hähne vorübergehend gut und sicher unterbringen, die wir als Fundhähne aufgegriffen/ eingefangen, aus katastrophalen Haltungen herausgeholt oder aus anderen Notsituationen gerettet haben. Die “spontane” Unterbringung von Hähnen bis zur Vermittlung an einen geeigneten Platz ist sehr schwierig und umso wertvoller ist diese Pflegestelle für uns! Herzlichen Dank lieber Beni, für deine immerbereite, engagierte Hilfe für unsere “Jungs” !
 
Einen besonderen, lieben Dank wollen wir in diesem Jahr auch an
Tierärztin Nannette Welk aus Elz und Tierarzt Dr. Marko Legler von der Tierärztlichen Hochschule Hannover senden! Nannette hilft uns an Rettungstagen als Tierärztin direkt vor Ort so zuverlässig und hat insbesondere in diesem Jahr geradezu am laufenden Band Zehen unserer kleinen Patientinnen amputiert! Marko Legler stand an vielen Wochenenden auch weit nach Feierabend und bis in die Nächte hinein für unsere Hennen bereit, um die schwersten Fälle direkt zu versorgen, viele -auch komplizierte- Beinbrüche zu operieren und auch Hennen mit schlimmen Schichteiern und schlechten Prognosen zu operieren und zurück ins Leben zu holen! Vielen Dank dafür!!!

 

Ebenso möchten wir allen Menschen danken, die uns durch Patenschaften, Fördermitgliedschaften oder Geldspenden unterstützt haben und unsere Rettungen und die tierärztliche Betreuung unserer Tiere möglich machen!
 
Nicht zuletzt danken wir unseren
Adoptant*innen!
Den vielen lieben Menschen, die ihre Herzen für ehemals rechtlose, im mörderischen, versklavenden Tierausbeutungssystem verlorene Tiere öffnen und sie zu geliebten, wertgeschätzten und beschützten Tieren machen!

Mit euch zusammen wollen wir glücklich zurück auf
alle im Jahr 2020 geretteten Tiere und
zuversichtlich und hoffnungsfroh ins neue Jahr 2021 schauen!

 
Die nächste große Rettung steht schon im Februar 2021 bevor und gemeinsam werden wir wieder vielen Tieren helfen können!

Dankbare Grüße!
 
Euer Team von

Rettet das Huhn e.V.

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Rettet das Huhn e.V.

immer wieder im TV!

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