Rettet das Huhn e.V. - Vermittlung "ausgedienter" Legehennen
Rettet das Huhn e.V.  - Vermittlung "ausgedienter" Legehennen

 

 

Rettet das Huhn – News 

September 2018

Insgesamt 1342 Hennen aus drei Freilandhaltungen und 17 Hähne

aus privaten Notsituationen gerettet !

 

Im September waren wir an drei Wochenenden im Einsatz.
Den Anfang machte unser Team in Baden-Württemberg und Bayern. 450 Hennen konnten wir nach Ablauf ihres Jahres in einem kleinerem Freilandbetrieb übernehmen. Hier waren wir zum zweiten Mal und alles verlief reibungslos. Die Absprachen mit dem Betrieb funktionierten gut, auf alle Helfer war Verlass und alle Hennen konnten wenige Stunden nach der Ausstallung am frühen Morgen an knapp 100 freudig aufgeregte Adoptanten übergeben werden.

Mitte September rollten wir dann wie gewohnt in jedem September in einem niedersächsischen Freilandbetrieb an und konnten hier 820 zarte weiße Hennen aus dem Stall in unsere Boxen tragen und in ein neues Leben bei vielen tierlieben Menschen in Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Nordrhein-Westfalen bringen.

Zu guter Letzt übernahmen wir Ende September noch 72 braune Hennen aus einem kleinen Mobilstall in Niedersachsen.

Fast alle dieser Freilandhennen wiesen deutliche Gefiederschäden durch gegenseitiges Bepicken auf. Ihre kleinen Körper waren mager und durch die extreme Legeleistung ausgemergelt.
Denn leider ist die Vorstellung, die die eierproduzierende Industrie durch den Begriff „Freiland“ und die Bilder von glücklichen Hennen auf herrlichen grünen Wiesen im Verbraucher erzeugen möchte, mehr Trug als Realität ist. Die Haltungsbedingungen für Freilandhennen sind im Stall dieselben wie für Bodenhaltungshennen: auf einem Quadratmeter Stallfläche leben 9 Hennen, nur ein Drittel der Stallfläche muss „Bodenfläche“ sein, zwei Drittel der Stallfläche dürfen aus Gittern und Metallstangen bestehen, bis zu 6000 Tiere dürfen ohne räumliche Trennung in einer Gruppe gehalten werden. Zusätzlich müssen zwar 4qm Freilauffläche pro Huhn in einem Außenbereich gegeben sein, die Praxis zeigt aber, dass selbst in solch kleinen, relativ gut geführten Betrieben, wie denen unserer Septemberrettungen – mit 100 bis 1000 Tieren- ein so hoher Stresslevel unter den Hennen herrscht und sie so verunsichert sind, dass sie die Freiläufe kaum nutzen.
 
Unserer Erfahrung nach betritt nur ein geringer Teil der Hennen überhaupt die Freiläufe, die meisten Hennen verbringen das ganze Jahr im engen Stall. Die Hennen, die sich nach draußen wagen, drängen sich dort dicht am Stall und wagen sich nicht in die weiten ungeschützten Bereiche des Freilaufs. Oft stehen die Schutzhütten der Freilandbetriebe dicht an den Stallmauern, die Hühner drängen sich darunter zusammen und die weiten Flächen der Ausläufe sind unversehrt und werden wohl kaum jemals von den Hennen betreten…In so großen, in Enge zusammengepferchten Gruppen kann kein soziales Gefüge entstehen, auf das Hennen naturgemäß angewiesen sind und in dem sie unter artgerechten Bedingungen selbstbewusst und friedlich zusammenleben. Hennen in Massentierhaltung -ganz gleich in welcher Haltungsform- stehen unter dauerhaftem Stress durch die Enge, die viel zu großen Gruppen und die fehlenden Möglichkeiten, ihre arteigenen Bedürfnisse auch nur im Ansatz auszuleben. Und allen Hennen in allen Haltungsformen -ganz gleich ob Bio-, Freiland- oder Bodenhaltung steht das gleiche lebensverachtende Ende bevor: Nach Ablauf eines Jahres im Legebetrieb werden sie als Abfallprodukt der Legehennenindustrie getötet und durch neue Junghennen ersetzt – jährlich werden so in einem rein profitorientierten und tierausbeutenden Kreislauf über 50 Millionen Legehennen allein in Deutschland „verbraucht“. Hinzu kommt die gleiche Anzahl an männlichen Eintagsküken, den Brüdern der Legehennen, die direkt nach dem Schlupf als unbrauchbares Nebenprodukt der Legehennenzucht vergast oder geschreddert werden….

Für die 1372 Hennen unserer Septemberrettungen konnten wir das Ende im Schlachthaus abwenden. Sie alle leben nun ein richtiges, friedliches Hühnerleben, können im Sand scharren und im Staub baden, genießen Sonne und frische Luft und werden von ihren neuen Besitzern nach allen Regeln der Kunst verwöhnt, so dass ihr Federkleid bald wieder heil, ihre zarten Körper wieder kräftig und ihre kleinen reinen Seelen zufrieden und versöhnt mit der Welt sein werden.
Vielen Dank an alle Adoptanten und an alle Helfer und
Unterstützer unserer Arbeit !
Euer Team von

Rettet das Huhn e.V.

 

Juli 2018

Rettung von 820 Hennen aus Freilandrettung

WARUM HÜHNER-RETTEN GLÜCKLICH MACHT ! 

 

Am 1. Juli übernahmen wir zum 15. Mal den Stallbestand von 820 ausgedienten Legehennen aus einer Freilandhaltung in Niedersachsen und bewahrten die Tiere somit vor der bevorstehenden Schlachtung.
Da dies der einzige Betrieb ist, der Filmaufnahmen bei den Ausstallungen zulässt, hatten wir dieses Mal gleich zwei TV-Teams im Schlepptau, die sich den Schauplatz teilen und aufpassen mussten, sich nicht gegenseitig ins Bild zu laufen… 

 

Ralf Seeger war mit einem Teil seines Harten Hunde Teams dabei (VOX) und trug mit seinen großen Pranken unsere kleinen Hühnchen sehr zärtlich aus dem Stall zu unseren Boxen und dem Leben entgegen.

 

Die Sendung wird im Januar 2019 auf Vox zu sehen sein. Außerdem begleitete der NDR für die Sendung „Markt“ unsere Rettung. Hier ist der Sendetermin noch nicht bekannt.

 

Wir teilen euch beide Ausstrahlungstermine natürlich rechtzeitig mit, wenn sie feststehen.
 

Die Ausstallung lief wie geplant und unsere Transporte erreichten fast alle pünktlich die Übergabestellen in Bremen, Hamburg, Kiel, Roggendorf, Leopoldshöhe, Wolfsburg, Helmstedt, Northeim, Burg und Berlin, wo 163 ebenfalls sehr pünktliche Menschen unsere Hühnchen freudig-aufgeregt erwarteten, um sie mitzunehmen in ein schönes, liebevolles Zuhause.
 
Einige Tage nach der Rettung baten wir die Adoptanten um eine kurze Rückmeldung zu der Frage „WARUM MACHT HÜHNER-RETTEN GLÜCKLICH?“ und bekamen viiiiiele viele wunderschöne Antworten, von denen wir euch hier wenigstens Ausschnitte zeigen möchten. Die Antworten werden vielen Menschen aus dem Herzen sprechen, die auch schon Hühner von uns aufgenommen haben, und sie sollen den Menschen Mut machen, die es noch nicht getan haben und mit dem Gedanken spielen.

WARUM MACHT HÜHNER-RETTEN GLÜCKLICH?

 

"Hühner retten macht glücklich, weil man dabei zusehen kann wie es ihnen von Tag zu Tag besser geht, weil man sieht, wie sie aufblühen, ihren eigenen kleinen Charakter zeigen, hühnertypisches Verhalten erlernen und das Federkleid prächtig wächst. Dazu noch gibt es jeden Tag frische Eier von gesunden und endlich glücklichen Hühnern. Das macht Freude und gibt den Antrieb immer weiter zu machen und die Bestätigung. dass man das Richtige tut.“
Ulrike und Michael aus Rodenberg

"Der Bau des Stalles war mit hohem zeitlichen und finanziellem Aufwand verbunden. Zwischenzeitlich habe ich mich gefragt: Worauf hast Du dich eingentlich eingelassen?!Diese Frage wurde mir am Tage der Abholung beantwortet, und zwar durch die Hühner. Das erste Ei lag schon bei der Ankunft im Transportkarton, so wie ein "Dankeschön". Die Hühner waren nach einem Tag Eingewöhnung und dem Verfüttern von Mehlwürmern und etwas Salat total ruhig. Sie bringen uns, nach einem stressigen Tag, wieder runter, wenn man sie in Ihren Huderpfannen liegen sieht und gurren hört. Ich kann nur jedem empfehlen, der die Möglichkeit hat, sich einige dieser Tiere zuzulegen!"
Catharina und Jürgen aus Langwedel

„Hühner - Tiere leider generell - werden nicht nur ausgebeutet sondern nach „Gebrauch“ meistens abartig entsorgt. 

Ich hatte das Glück, wenigstens vier vor dem Tod zu bewahren. Sie scheinen es zu spüren: sie sind anhänglich und zutraulich, freuen sich über ihr neues freies zu Hause und dürfen einfach nur Huhn sein.

 

 

Es ist ein unsagbar schönes Gefühl, diesen vier Damen ein freies Leben zu ermöglichen.“

Nicola aus Hannover

„Ein Ei, bei dem man weiß, wieviel Mühe es gekostet hat, es zu legen, betrachtet man mit ganz anderen Augen als ein "anonymes" aus der Verpackung. "Hühner retten macht glücklich", da man diese anhänglichen und neugierigen kleinen Wesen und ihre tägliche harte Arbeit ohne sie zu kennen viel zu wenig wertschätzt. Durch die Adoption kann man ihnen wenigstens einen Teil des Lebens artgerecht verschönern...und sein eigenes gleich mit.“
Alexandra aus Wolfsburg

„Hühner retten macht glücklich, weil wir wissen, dass sie ohne uns keinen dieser wundervollen Momente in Freiheit genossen hätten, es macht glücklich zu sehen wie sie ihr erstes Sandbad nehmen, uns morgens aus der Hand fressen oder das erste mal sorglos umher rennen. Es macht glücklich ein Lebewesen beschützt zu haben, vor einer Zukunft die ihm nun erspart blieb.“
Dana und Jannes aus Münkeboe

"Nach dieser langen Reise dachten wir, dass die Kleinen erst einmal Ruhe brauchten, was fressen wollten und sich nicht aus dem Stall trauen würden. Von wegen, erst etwas zaghaft, aber dann mit ganz viel Neugierde marschierten Alizza und Polly als Erste los, um alles zu erkunden, während sich die anderen erst einmal daran machten, die Nistkästen so herzurichten, wie sie es haben wollten (also mit mehr Stroh!). …Polly wollte sofort alles erkunden, rannte deshalb immer in den Hühnerzaun und kam natürlich nicht weiter. Ich nahm sie auf den Arm, streichelte sie und erklärte, dass sie sich so nur weh tut. Sie hat´s verstanden. 3 Minuten später sah ich, wie sie über den Zaum flog. Jetzt konnte sie den großen Garten erkunden (wir haben sie gelassen, soviel Mut muss belohnt werden), anschließend mussten wir ihr zwar den Weg zurück zeigen, aber es war einfach schön zu sehen, mit welcher Anmut und Freude diese kleine Henne ihren Weg suchte. Wir werden bestimmt noch einige tolle Erlebnisse zusammen haben."

Olaf, Viola und Jonah, Beckdorf

 

 

„Hühner retten macht glücklich weil es unglaublich schön ist ein Tier glücklich zu sehen was keinen guten Start ins Leben hatte. Wir werden uns die größte Mühe geben dass unsere beiden Neuzugänge Hermine und Bärbel in ein paar Monaten genauso prächtig aussehen wie unsere drei alteingesessenen Mädels.“
Meike und Thilo aus NRW

„Die erste Woche mit den Hühnern ist nun fast vorbei und ich bin so glücklich, das ich auf euch gestoßen bin und wir ein paar von "euren" Hühnern übernehmen konnten :-))
Danke für eure tolle Arbeit!!!
WARUM HÜHNER -RETTEN GLÜCKLICH MACHT ! Weil es ein unheimlich schönes Gefühl ist von einem Tier begrüßt zu werden, was es eigentlich nicht mehr geben sollte, da es unwirtschaftlich geworden ist..... Und nun hat es ein Zuhause und lebt ein Hühnerleben. Es scharrt und pickt, nimmt ein Sonnenbad im Staub und ist so neugierig auf alles Neue.Und wenn ich sehe wieviel Vertrauen es einem nach nur ein paar Tagen entgegenbringt, dann bin ich beschämt. Adoptieren statt kaufen ist Glück!!“
Karen aus Dohren

Wir haben bereits drei Hunde aus dem Tierschutz - daher wissen wir, dass es das Schönste auf der Welt ist, Tiere aufzupäppeln und zu sehen, wie sie von Tag zu Tag aufblühen. Unsere neuen hühnischen Mitbewohner erkunden schon ganz neugierig die Gegend und kommen sogar seit dem zweiten Tag auf uns zugelaufen, wenn wir das Gehege betreten. Es befriedigt sehr, wenigstens ein bisschen von dem wieder gut machen zu können, was die Menschheit der Tierwelt tagtäglich antut.

Herzlichen Dank an all die tapferen Hühnerretter von RDH - es ist so toll und wichtig, dass es Euch gibt!“
Ute aus Hamburg

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
Und was gibt es Besseres, als diesen geschundenen Wesen ihre Würde zurückzugeben?
Ich schenke ihnen ihre Freiheit auf einem kleinen Bauernhof, einen sicheren, warmen und sauberen Stall, einen Namen, täglich leckeres und abwechslungsreiches Futter, viele Vitamine, aber auch, wenn es sein muss, Medizin und Arztbesuche.
Und natürlich ganz viel Liebe.
Wenn sich diese dünnen, zerbrechlichen, zerrupften, schreckhaften Hühnchen in wenigen Wochen zu selbstbewussten, kräftigen, hübschen, in sich ruhenden Hühnern entwickelt haben und sie stolz täglich ihren selbstbestimmten und geschäftigen Weg gehen und ich sie dabei beobachten darf, das ist für mich das wahre Glück.“
Katharina aus Jade

„Wir sind sehr glücklich mit unserer Adoption von den Notfall Hennen von oder besser über euch. Die Süßen fühlen sich sehr wohl in Freiheit und Ruhe bei uns. Wir hatten vorher ja schon 4 Hennen und einen Hahn. Anfangs hatte ich echt Angst vor dem ersten Zusammentreffen. Aber alles hat wunderbar geklappt. Das erste Mal zusammen raus auf den Hof war ein großes Ereignis für uns alle. Unsere Herzen haben vor Freude und Glück schneller geschlagen. Unsere 8 neuen Hennen scheinen sich wohl zu fühlen. Was braucht man mehr. Wir sind sehr zufrieden mit unserer Entscheidung diesen zauberhaften Wesen ein neues und glückliches zuhause zu geben. Wir möchten uns ganz herzlich bei euch bedanken, dass ihr mit soviel Herz und Einsatz so etwas gutes tut. Bitte macht weiter so.“
Familie Lienke aus Harriehausen

„Warum Hühner retten glücklich macht? Als ich wusste, wir nehmen welche, hab ich immer daran gedacht, dass jetzt, in diesem Moment zwei Hühner existieren, die ganz bald ein echtes Zuhause bekommen. Das hat mich glücklich gemacht. Wenn ich morgens ins Gehege gehe und sie mir entgegen laufen und das Frühstück checken, dann macht mich das glücklich. Wenn ein Huhn den Kopf an meinen Hals kuschelt und einschläft, macht mich das glücklich. Dass ich von einem renitenten Huhn beschimpft werde, auch. :-) Dass die beiden Neuankömmlinge von nun an Sonne, Sand, Gras, Insekten, Wind und Regen erleben bis an ihr Lebensende, macht mich das überglücklich. Es ist schon was dran, man verändert aktiv etwas, gibt etwas zurück. Lange genug haben wir konsumiert ohne an die Wesen dahinter zu denken. Das Schöne ist auch, dass Freunde und Nachbarn ebenfalls damit konfrontiert werden, einfach weil die beiden da sind und man Ihnen die Strapazen auch ansieht.
Und so könnte ich ewig weiterschreiben, es ist nun leider nicht bei 2 Sätzen geblieben. Aber ich kann nur jedem, der den Platz und die Zeit aufbringen mag, sich gewissenhaft darum zu kümmern, dazu raten. Es ist ganz wunderbar.
Herzlichen Dank an alle, die das ermöglichen. Jeder der Helfer am Sonntag war ganz bezaubernd.“
Britta und Pedro aus Hamburg Kirchwerder

 

„Warum macht Hühner retten glücklich?
Weil wir Ihnen endlich eine Identität schenken können! Endlich werden sie als Individuum anerkannt und sind nicht länger nur eine Nummer in der Industrie. Erst in ihrem zweiten Leben in Freiheit können sie diejenigen werden, die sie eigentlich sind. Sie bilden Charakterzüge heraus und zeigen uns, dass sie ganz einzigartige Lebewesen sind, die es verdient haben, wertgeschätzt zu werden. Das ist wirklich ein tolles Gefühl, das miterleben zu dürfen. Also Danke ans ganze Team, dass ihr das möglich gemacht habt!“
Rieke aus Oldenburg

„Warum Hühner retten glücklich macht?
Weil es toll ist, zu sehen, wie sie das neue Leben genießen.
Weil man, wenn auch nur an ein paar Tieren, die Grausamkeit und Gier der Menschen wieder gut machen kann.“
H. aus Brandenburg

„Warum Hühner-Retten Glücklich macht?

Weil sie es uns wert sind! Wir freuen uns in unserem tierischen Team am Institut für soziales Lernen mit Tieren in der Wedemark, bei Hannover, vier neue Henne begrüßen zu dürfen! Wir bieten die Chance auf ein artgerechtes Leben, mit Kontakt zu unterschiedlichen Menschen, die wiederum mithilfe unserer Tiere wertvolle und informative Momente erleben dürfen. Sollten die vier Damen Freude daran haben, erwarten Sie vielfältige Aufgaben bei unseren tiergestützten Interventionen (siehe Foto). Nach einer ersten Untersuchung wurden alle vier für gesund erklärt und dürfen diese Tage in ihr Sommerquartier zu den anderen Hühnern umziehen.“
Svenja aus der Wedemark
(Institut für soziales Lernen mit Tieren)

„Diese tollen Tiere haben es nicht verdient, nachdem sie ein Jahr lang ausgebeutet wurden, einfach entsorgt zu werden.
Der Einzug unserer Hühner aus der Juli-Rettung verlief völlig problemlos, es sind ganz liebe Tiere, die neugierig und zutraulich sind.
Es ist einfach schön anzusehen, wie sie geschäftig herumlaufen, picken, scharren, im Sand baden und manchmal einfach nur entspannt in der Sonne liegen.
Mit der Aufnahme dieser ausgedienten Legehennen, möchte ich wenigstens ein klein bisschen wieder gut machen, was die Menschen den Tieren antun.
Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung!“
Mandy aus Brandenburg

„Warum Hühner retten glücklich macht?

Ein Stück Leben ist in unseren Garten gezogen, und es ist toll diesen ausgebeuteten Tieren ihr Huhnsein schenken zu dürfen.Hühner sind tolle Tiere, sie sind aktiv, wenn wir wach sind, es ist interessant sie nur zu beobachten, jedes Tier hat seine ganz eigene Persönlichkeit und Jana (11 J.) kümmert sich gern um Stall und Fütterung. Sie kommen aus freien Stücken bis auf den Schoß, lassen sich streicheln und erzählen so wunderbar! Ich habe lange keine Eier gegessen und schätze diese wertvollen Kunstwerke jeden Tag aufs Neue, denn gutes Essen macht auch glücklich, und nicht nur uns, sondern auch Freunde, Verwandte oder Nachbarn.Hätten wir mehr Platz, dürften noch ein paar Mädels bei uns einziehen...“
Andrea und Jana aus Bielefeld

„Ich lebe seit 4 1/2 Jahren aus ethischen Gründen vegan, die Rettung jedes Lebewesens macht mich glücklich.
Hühner retten wir nun seit über 3 Jahren, und es ist wunderschön mit anzusehen, wie sie ihr Leben in Freiheit genießen und glücklich sind. Das hilft mir ein wenig dabei, das Leid zu ertragen, was täglich den Lebewesen auf unser Erde angetan wird.
Ich weiß: ich kann nicht die ganze Welt retten, aber wenn ich in meiner kleinen Welt die Hühner und meine Rumänischen Straßenhunde (6) retten kann, ist das schon ein Anfang!“
Marlies aus Eimke

"Unsere Hühner sind neugierig, anhänglich, eine Gruppe und jede für sich individuell. Es macht Spaß, dabei zuzusehen, wie sie die neue Welt um sich herum erkunden. Sie haben viel mehr verdient, als einfach nur ausgebeutet und dann geschlachtet zu werden."
Johannes aus Lübeck

 

„Alle acht Hühnerladies haben sich innerhalb kürzester Zeit wunderbar eingelebt und genießen das pralle Landleben in vollen Zügen. Es wird gescharrt, gechillt, erzählt und Vieles entdeckt, z..B. das Wohnzimmer ;) 

Es gibt kaum vergleichbar Schöneres, als diesen süßen Hühnerdamen ein 2. Leben zu schenken. Einfach Huhn sein dürfen.

Im Übrigen sind einige Mädels recht zahm und stehen total auf kleine Krauleinheiten!“
Nicole und Natalie aus Niedersachsen

„Wir sind eine tierverrückte kleine Familie, die Tierschutztieren endlich das Leben bietet, was sie verdienen! Zu unserem Glück haben da nur noch Hühner gefehlt! Es ist faszinierend, wie zutraulich und interessiert sich die Damen nach so wenigen Tagen zeigen! Es ist so schön zu sehen, wie sie von Tag zu Tag mehr ihren natürlichen Bedürfnissen nachgehen, bzw. auch verspüren! Wir sind alle schwer verliebt!
Bitte unbedingt nachmachen, Glücklichsein steckt an!“
Ise aus der Lüneburger Heide

WARUM HÜHNER-RETTEN GLÜCKLICH MACHT ! Wir möchten einmal so anfangen, als wir im September 2017 unsere ersten Hühner aus Eurer Rettungsaktion bekamen, hat es uns das Herz zerrissen, als wir sahen, wie schrecklich diese Tiere aussahen. Wir können es uns bis heute nicht erklären, wie man imstande sein kann Lebewesen so zu behandeln. Die Hühner waren sehr ängstlich und hatten am Hals und unter dem Bauch keine Federn mehr, einige von den Süßen waren von oben bis unten beschissen, sodass wir sie erst einmal abduschen mussten. Ihre Kämme waren blass und ihre Krallen viel zu lang. Wir sind wirklich fürs LEBEN, aber als wir diese armen Tiere sahen, haben wir uns gefragt, ob es wohl besser gewesen wäre, wenn sie erlöst worden wären. Heute jedoch sind wir sehr froh, dass sie nicht getötet wurden und sie bei uns leben. Zu sehen, wie diese wundervollen Hühner sich erholt haben und wie zutraulich sie geworden sind, obwohl Menschen ihnen so etwas Schreckliches angetan haben, macht uns sehr GLÜCKLICH. Sie legen immer noch fleißig sehr leckere Eier und wir nehmen ihre Eier dankend an. Über die „ Juli Hühner“, die wir dank Eurer Rettungsaktion bekommen durften, waren wir doch sehr positiv überrascht, in welch gutem Zustand diese waren. Es sind sehr liebe und zutrauliche Tiere. Sie haben sich sofort eingelebt und kommen mit den anderen super gut klar. Dass auch sie weiterleben und wir ihnen ein neues zu Hause geben durften, macht uns sehr GLÜCKLICH. Auch sie legen fleißig wunderschöne Eier, sodass wir auch unsere Freunde mit den Eiern unserer Hühner beglücken können. Und das macht wiederum unsere Freunde sehr GLÜCKLICH.
Also, WARUM HÜHNER-RETTEN GLÜCKLICH MACHT ! WEIL LEBEN-RETTEN GLÜCKLICH MACHT !“
Rita & Frank aus Höxter/Brenkhausen

„Warum Hühner glücklich machen, kann man nicht beschreiben, muss man erlebt haben. Sie zu beobachten ist sehr entspannend, festzustellen, wie individuell jedes von ihnen ist, ist eine echt schöne Erfahrung. Jeder dieser kleinen Saurier springt einem mitten ins Herz. Auf den Fotos sind Rita und Renate aus der Niedersachsen-Rettung zu sehen. Beide halten sich an Schorsch, den mir der Tierschutz-Landwirtschaft Hannover anvertraut hat. Am 3.Tag ist schon Normalität eingezogen und jede hat ihren Platz auf der Stange gefunden.“       

Jutta aus Wernigerode    

Die 5 „Damen „sind gut in ihrem neuen zu Hause angekommen. Die erste hat auch schon ihren Namen bekommen „Schneeweißchen „. Sie ist auch die  Mutigste von den 5 und erkundet jeden Tag den Garten. Die anderen müssen sich erst noch an ihr neues zu Hause gewöhnen. Der Hahn „ Napoleon„ kümmert sich aber rührend um die Neuankömmlinge. Unsere Kinder lieben die Hühner und sie werden von den Jungs mit allerlei Leckereien verwöhnt. Es macht uns sehr glücklich zu sehen, wie sie ihr „zweites Leben „ genießen.  Vielen Dank an euch!“
Juliane aus Schleswig-Holstein

 

„Diese Hühner sind so lieb und dankbar und die unterschiedlichen Charaktere stachen sofort hervor. Die kleinen Hühner legen riesige Eier und verstehen sich mit unseren Hähnen sehr gut. Wir sind sehr zufrieden und können eine Adoption über "Rettet das Huhn" nur empfehlen.“
Familie Roggmann aus Sachsen- Anhalt

"Heute, fast ein Jahr später haben wir noch mal drei Hühner von "Rettet das Huhn" adoptiert und wir sind glücklicher denn je. Denn wenn man sieht, was hinter einer vermeintlichen "Freilandhaltung" wirklich steckt, freut man sich einfach nur jeden Tag zu sehen und zu wissen, dass man ein Paar Hühnern das Leid ersparen konnte, in einem überfüllten, stickigen und dreckigen Massenhaus auf den Tod warten zu müssen….Ich bin glücklich darüber, jeden Tag sehen zu können wie sie ihren natürlichen Instinkten wie Sandbaden oder Scharren nachgehen können. Dass sie Platz haben und jedes mal zum Tor gerannt kommen, weil sie wissen du hast ihnen wieder Kartoffeln gekocht. Einfach das Wissen zu haben, ich habe etwas zur Verbesserung ihres Lebens beigetragen, macht mich unendlich glücklich und stolz. Ich weiß das da draußen noch mehr Menschen sind, die mit dem Gedanken spielen Hühner zu retten, es aber aus verschiedensten Gründen nicht tun. Ich kann denjenigen nur sagen: Es lohnt sich! Auch wenn es für das eigene Gewissen ist. Es lohnt sich! Diese Tiere sind so dankbar dafür, dass wir ihnen eine Stimme geben, dass wir uns für sie einsetzten, dass wird das Leid für ein Paar Hühner beenden können!“
Anna aus Geltow

„Diese Hühnchen sind total unerschrocken und weil meine 4 zusammen herkamen, sind sie auch eine Clique.Zuhause angekommen, ist mir eines gleich auf den Schoß geflogen. Sie werden schnell zahm und das macht ja schon viel Freude ;-)
Danke , dass ihr sie herausholt und all das organisiert.“
                                                                                               Julia aus Barsinghausen

„Die Fahrt und der Einzug ins neue Zuhause lief ruhig und gut geplant ab. Auch die Kontaktaufnahme zu den älteren Mitbewohnern lief freundschaftlich ab. 

Was aber für die Ankömmlinge ungewohnt ist, ist der große Freiraum den sie nun haben, das Sitzen in der Nacht auf der Stange und das Eierlegen in Nestern.

Aber auch das werden sie sich abschauen.

Ein paar Monate.... und man wird auch eine äußerliche Veränderung sehen können. 

Schön, dass wir wieder ein paar Hühner glücklich machen konnten.
DANKE an euren Verein!“
Marion aus Panketal

„Am Sonntag habe ich meine ersten 6 Hühner von Euch bekommen, und denHahn aus dem Tierheim Hamburg Süderstraße.Als die Bande in den Auslauf gebracht wurde, war es so, als wenn sieschon immer zusammen waren. Es ist eine ganz entspannte Truppe und ichgenieße es, abends nach Feierabend bei ihnen zu sitzen. Dass vier derMädels am ersten Abend dann zu mir auf den Schoß gesprungen sind, hatmich sprachlos (und sehr glücklich!) gemacht. Mein Mann saß daneben und konnte es auch gar nicht fassen. Es war so, als wenn sich alle bei mir bedankt haben, dass sie nun ein schönes zu Hause haben... Wir freuen uns sehr!“       
Susanne aus Kisdorf

„Hühner machen glücklich weil man sich abends mit einem Bier vor den Stall setzen und zuschauen kann, wie sie „ins Bett“ gehen, dabei den Vögeln zuhören, die auch langsam verstummen und man so ganz genussvoll einen Tag beenden kann.“
Christiane aus Niedersachsen

„Unsere Juli Hühner sind hier gut angekommen. Die Zusammenführung mit den anderen Hennen klappte auch sehr gut. Alles total harmonisch. Wir haben sie direkt im Stall herausgelassen und sie fingen sofort an zu essen und zu trinken. Es dauerte einige Zeit bis sie den Stall verließen. Ja und dann als unsere Hennen abends von alleine rein gingen waren unsere NEUEN immer noch draußen. Suchten sich die kuriosesten Plätze draußen zum schlafen. Das ging natürlich gar nicht.  Aber sie ließen sich in aller Ruhe behutsam in den Stall tragen. Aber nach dem dritten Tag ist das auch jetzt vorbei. Auch sie gehen abends von alleine rein. Schon zum 2ten Mal durften wir Hennen aufnehmen und sind sehr glücklich mit ihnen. Sie schenken uns viele schöne Eier. Und es ist so schön zu beobachten, wie aus diesen armen, meist federlosen und meist abgemagerten Hühner wunderschöne Hennen werden. Danke an euch von Rettet das Huhn, dass alles so gut geklappt hat und dass ihr das macht.
Kirsten und Frank

„Es ist unglaublich zu sehen, mit wieviel Lebenshunger und Neugier die Mädels in ihr neues Leben starten. Noch sind sie im "Quarantäne-Stall", um sich aneinander und an die neue Umgebung zu gewöhnen. Am Wochenende werden sie dann mit unseren "Bestandshühnern" zusammengebracht. Das wird dann wohl noch mal ein bisschen laut und stressig. Aber auch das wird gut gehen. Schon nach kürzester Zeit zeigt sich bei den Damen "hühneriges Verhalten". Alles, was im Großstall nicht ging, wird genossen und ausgelebt. Und schon nach einer Woche beginnen die Federn nachzuwachsen.“
Katja und Wulf aus Hannover

„Wir haben uns dazu entschieden, dass wir gerne Hühner haben wollen, weil ich der Meinung bin, Kinder sollten mit Tieren aufwachsen. Nun haben wir neben einem Hund und einer Katze auch 5 Hühner. Unsere Kinder lernen wo unsere Frühstückseier herkommen und wie man respektvoll mit Tieren umgeht. Die Kinder sind begeistert und wir freuen uns, dass wir im Gegenzug den Hühnern nun ein besseres Leben schenken können, als das, welches sie vorher gewohnt waren. Wir waren im übrigen sehr erstaunt wie zutraulich und zahm die Hühner von Anfang an waren. 3 von 5 haben gar keine Berührungsängste und lassen sich streicheln, die anderen 2 sind etwas skeptisch, aber auch nicht scheu.“
Kristin aus Schönfließ

„Unsere Hühner sind uns nach dieser kurzen Zeit schon unglaublich ans Herz gewachsen. Wir haben mit einem alten Hof im März auch zwei Hühnermädchen übernommen und uns war klar, dass die beiden noch Gesellschaft bekommen sollen. Durch Zufall bin ich auf Facebook auf euren Verein gestoßen und so haben wir am 1. Juli die neuen Mitbewohner ins neue Zuhause holen können. Es ist so rührend zu sehen, wie anpassungsfähig und dankbar diese Hühner sind. So wenig scheu und wie begeistert sie sich ihren Platz in dem neuen Zuhause suchen. Ich hoffe, es wird viele Menschen ermutigen, Hühner aus der Massentierhaltung aufzunehmen und ihnen noch ein paar schöne Jahre zu ermöglichen!“                                     
Dounia und Chadia aus Waabs

Hühner-Retten macht glücklich, weil...
 ...jedes Huhn ein Leben verdient hat
...es Freude macht zu sehen, wie aus den geschundenen Tieren stolze und glückliche Hennen werden
...es soo schön ist zuzuschauen, wie die Hennen und ihr Hahn neugierig die Welt entdecken
...man so wenigstens ein bisschen helfen kann“
 Gabi aus Eschwege

 

„Es ist so schön zu erleben, wie die kleinen zarten Mädels die neue Welt entdecken dürfen.

Mein Herz geht auf und ein Glücksgefühl durchströmt mich, wenn sie dann zu mir laufen um sich mit dem  Kopf anzuschmiegen.
 

PS: Für mich steht fest! Es werden  noch mehr gerettet  Ich denke schon über einen Hühnerstallanbau nach.“
Andreas aus Bösel 

„Wir freuen uns sehr über unsere Neu-Ankömmlinge weil es so viel Spaß macht, diesen Hühnern beim Entdecken des „eigentlichen Huhn-seins“ zuzusehen … unsere 4 erleben zusammen so viele 1. Male: das erste Mal im Sand baden, das erste Mal einen Wurm fangen, das erste Mal Sonnenaufgang/untergang erleben, das erste mal auf der Stange schlafen, das erste mal ein Ei in ein gemütliches Nest aus Stroh legen.“
Katrin & Marco aus Niedersachsen

 

„Warum Hühner-Retten glücklich macht: Weil es toll ist zu sehen, wie vier schüchterne junge Damen ihr neues Zuhause beziehen und dabei süße kleine Geräusche von sich geben. Sandbad, Scharren, in der Sonne baden, alles toll. Der Kater hatte sowas noch nie gesehen und hat sich erstmal hinterm Busch versteckt. Zunehmend selbstbewusst gehen sie ihren Tagesablauf an und nehmen Kontakt zu uns auf. Und wir sitzen jeden Tag im Hühnergehege und gucken uns das Ganze auch gerne mal bei einem Glas Wein an.“
Julia aus Königswinter

 

 

„Diese armen Kreaturen haben es verdient, noch ein glückliches Hühnerleben zu führen: Im Sand baden, in der Erde scharren, nach Insekten buddeln, und die Sonne auf den Federn genießen.“
Imke, Sven, Nele & Mariele aus Wilhelmshaven 

 

„Warum Hühner-Retten glücklich macht ?
Weil es glücklich macht, glücklich zu machen!“
Gudrun aus Drochtersen

 

 

„Hühner-Retten macht glücklich, weil in null Komma nichts die ganze Familie um die Neuankömmlinge versammelt ist und gemeinsam beobachtet, philosophiert und Hühner-Paradies-Baupläne schmiedet.“
Pia aus Großmoor

„Hühner retten macht glücklich! Warum?
Das ist recht einfach zu beantworten, denn schon am ersten Abend als wir "unsere Mannschaft" von zehn freundlichen brauen Hennen zu Hause in ihr neues frisch erstelltes Gehege einluden wurde uns deutlich, dass jede ihre ganz eigene "Hühnerpersönlichkeit" mitbrachte. Nun sind sie bereits eine Woche bei uns, werden jeden Tag ein wenig zutraulicher, freuen sich über den einen oder anderen frischen Leckerbissen den wir ihnen mitbringen und lassen sich, je nach Wesenart, schon mal vertrauensvoll von uns anfassen.
Für uns ist seit diesen täglichen kleinen Erfahrungen ein Huhn einfach nicht mehr ein Huhn - geköpft, nackt, das eine dem anderen in den Fleischtheken der Diskounter oder an den Drehspießen der Hähnchengrillwagen gleichend und hoffentlich mit recht viel zartem Fleisch dran.
Die kleinste und zarteste unserer Hennen "pflücken" wir jeden Abend bei Dämmerung gerne von seinem selbst gewählten Baum im Gehege um es zu ihren Herdengenossinnen in den Stall zu tragen - ganz ruhig...
 Wir sind sehr froh und zufrieden, dass diese liebenswerten Tiere bei uns offensichtlich ein schönes, schutzbietendes zu Hause bekommen haben.
Danke an eurer aller starkes Engagement!“
Volker und Carolin aus Bremen

„Es war schon eine anstrengende Reise, die uns aus der Nähe von Gifhorn über Velten in unser neues Zuhause nach Cottbus führte. Sofort bei der Ankunft wurden wir von Uwe dem Zwerghahn aufgeregt begrüßt. Seine beiden Damen beäugten uns misstrauisch und ließen ihrer Eifersucht auch durch einige gezielte Schnäbelhiebe freien Lauf. Uwe balzte um uns herum und zeigte uns unser neues Zuhause: Rundgänge um das Haus, durch den Garten, er half uns sogar dabei ein geeignetes Nest zum Eierlegen zu finden und versucht Streitereien zu schlichten. Uns fielen vor lauter Anstrengung die Augen schon beim Stehen zu.
Heute nach dem zweiten Tag sind wir eine ganz tolle Truppe geworden. Wir gehen schon allein schlafen, die anderen sitzen zwar über uns auf der Stange, aber wir kuscheln uns zusammen ins Heu. Morgen beginnt ein neuer aufregender Tag in Freiheit....“
Simone und Sven aus Cottbus

„Als Internistin ernähre ich meine Familie sehr bewusst und gesund und versuche dies auch meinen Patienten zu vermitteln. Deshalb haben wir auch ein paar eigene Hühner. Da unsere Hühner allmählich immer älter geworden sind- habe ich mich dazu entschlossen weitere Hühner in unseren Minibestand zu integrieren und mich bewusst dazu entschieden Hühner zu übernehmen, die aus Massenbetrieben stammen und nach einem Jahr Leistung einfach getötet worden wären. Es freut mich wirklich jeden Tag zu sehen wie diese beiden sehr individuellen Hühner in unserem Garten herum laufen, jeden Tag mehr Selbstbewusstsein entwickeln, brav jede täglich ein Ei legen und einfach Hühner sein dürfen....“
Georgia aus Hittfeld

„Wir haben von eurem Verein durch unsere Nachbarin erfahren. Für uns war es von Anfang an ein schöner Gedanke dazu bei zu tragen, dass die Hühner das erste mal in ihrem Leben glücklich werden könnten. Nachdem wir uns sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt haben, begannen wir bereits im Januar mit dem Bau des Stalls und Auslauf Gehege. Ab diesen Zeitraum freuten wir uns jeden Tag auf die bevorstehende Rettung im Juli. Am 1.7. war es dann endlich soweit: früh morgens wurde der Stall vorbereitet und gegen 13 Uhr ging es dann los. Nach der Abholung der 14 Hennen und des einen Hahn gibt es dann wieder nach Hause , wo sich die neuen Bewohner erstmal an die neue Umgebung gewöhnen konnten. Besonders eindrucksvoll fanden wir von Anfang an wie gut der Hahn auf seine Mädels aufpasst und was für ein echter Gentleman er ist. Sehr schön anzusehen ist es auch wie sie nach und nach Ihre neue Welt entdecken. Es ist schon ein besonders schönes Gefühl sich Tag für Tag mit diesen tollen Tieren zu beschäftigen.“
Hendrik und Giana aus Schwentinental

„Wir sind seit 1 Jahr Besitzer von 5 Seidenhühnern... und wollten später noch mal 4 Legehennen kaufen. Eines Nachts schauten wir Fernsehen und dort lief ein Bericht über Rettet das Huhn und wir waren sehr schockiert, wie die armen gehalten werden und was für Leid sie ertragen müssen. Wir waren uns schnell einig darüber, wir wollen auch welche von dem Verein haben, damit wir wenigstens ein paar Hühnern noch das andere Leben zeigen können. Licht, Gras und Platz... sie sollten wenigsten den leider viel zu kurzen Rest ihres Lebens noch schön und glücklich Leben. Wir holten uns Infos übers Internet und haben viel gelesen. Wir suchten den Kontakt der für den Raum Bremen zuständig war... (super freundlich). Gesagt getan... am 4.7.18 sind 4 ganz tolle Hühner mit unterschiedlichen Charakteren zu uns gezogen (wir waren ganz aufgeregt). Die ersten Tage hielten wir sie noch separat, damit sie die Umgebung und uns Menschen ganz in Ruhe kennen lernen können. Sie nahmen gleich ein Sonnen- und Sandbad... und wirkten total zufrieden. Sie sind sehr neugierig und aufgeschlossen. Ab morgen sollen sie auf die große Wiese mit den Seidenhühnern zusammen. Wir drücken die Daumen dass sie sich gut verstehen.... wenn ja, kommen sie auch mit zu denen in den Stall.
Wir sind weiterhin sehr gespannt auf die Entwicklung.“
Sandra aus Asendorf

"Mich macht es glücklich zu sehen wie die Hühner ihr Leben genießen. Wenn sie ihr Sandbad nehmen und die Äuglein schließen und sich den Wind um den Schnabel wehen lassen. Kein Tag ist wie der andere es gibt immer neue Erlebnisse. Eine neue Ecke zum Scharren, ein gepflegter Chickenrun mit Flügelschlag über das Gelände oder eine Jagt nach einer Mücke. Jedes Huhn hat einen anderen Charakter und jedes ist auf seine Art besonders. Eines haben alle gemeinsam, sie haben Ihr Hühnerglück in unserer Mitte gefunden und ich bin glücklich ihnen das ermöglichen zu können."
Sandra und Maxi aus Berlin

 

April 2018

 

Teil 4/4 : Frühlingsrettung - Die Vierte 

Vom Leiden der Hähne

1452 Hennen und 3 Hähne aus Bodenhaltung gerettet

Die vierte unserer Rettungen im April führte uns in eine Bodenhaltung im  Westerwald.

Als wollte der Frühling sich der Namensgebung unserer Rettungsreihe würdig erweisen, begleitete er uns an diesem Tag strahlend und warm. Er begrüßte unsere Hühner im Leben und schenkte ihnen von der ersten Minute an alles, was sie in den 18 Monaten ihres bisherigen Lebens entbehren mussten: seine Sonnenstrahlen, sein zartestes Grün, den Duft der lauen frischen Aprilluft und das muntere Zwitschern der Vögel in den Bäumen. 

 

So konnten unsere Hühner schon von dem Moment an als sie auf den Armen unserer Träger vom dunklen Stall zu unseren Boxen getragen wurden, den Frühling mit all ihren bisher geknebelten und gefangen gehaltenen Sinnen spüren.

Legehennen, die in Bodenhaltung leben müssen, sehen in ihrem Leben nie das Tageslicht, fühlen nie die Sonne, Erde unter ihren Füßen oder frische Luft in ihren Lungen. Sie leben vom Tag ihres Schlüpfens bis zum Tag ihrer Schlachtung im Alter von rund 18 Monaten in Gruppen von bis zu 3000 Tieren in geschlossenen, fensterlosen Hallen mit 9 Hennen pro Quadratmeter. Ein Drittel der Stallfläche muss „Bodenfläche“ sein, der Rest besteht aus Gittersystemen, eckigen Sitzstangen aus Metall und Legenestbereichen ohne Nistmaterial und mit Abroll- und Transportautomatik für die Eier. Sie trinken aus Nippeltränken und fressen nichts anderes als immer gleiches hocheiweißreiches Legemehl. Über ein Lichtprogramm steuert die künstliche Beleuchtung den Tag- Nachtrhythmus der Hennen und zwingt den Körper zur Eierlege-Höchstleistung. Jahreszeitenwechseln und kürzer werdende Tage, die den Hennen natürlicherweise eine Legepause und somit Zeit zur Regeneration verschaffen würden, gibt es nicht.

1452 Legehennen konnten wir an diesem Frühlingstag nach entbehrungsreichem, qualvollen Leben in die Sonne tragen. Unsere Vermittler/-innen brachten sie an 20 Übergabeorte in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz und übergaben sie dort in die Hände unserer tierlieben Adoptanten, bei denen die Hühner nun jeden Tag im Frühling schwelgen, nach Gräsern, Kräutern, Insekten suchen, im Staub und in der Sonne baden und bald auch Sommer, Herbst und Winter kennenlernen werden.

Auch drei Hähne fanden wir im Stall unter den 1452 Hennen. In Bodenhaltungen werden Hähne nicht zielgerichtet zu den Hennen gesetzt, wie in einigen kleineren Freiland- oder Biohaltungen, wo ihre Warnrufe die Verluste durch Greifvögel reduzieren sollen. In Bodenhaltungen machen Hähne überhaupt keinen Sinn und sind nur deswegen in den Herden, weil sie als Eintagsküken in den Brütereien am Fließband falsch „gesext“, also falsch sortiert wurden, und so mit den weiblichen Küken in die Aufzucht- und wenig später in die Legebetriebe geraten sind. Die männlichen Eintagsküken der Legehuhnrassen werden direkt nach dem Sexen vergast oder bei lebendigem Leibe geschreddert, da sie keine Eier legen, aber aufgrund der Zuchtlinie auch nicht für die rentable Mast geeignet sind. Jährlich werden so allein in Deutschland neben rund 52 Mio weiblichen Legehennen auch ebenso viele männliche Küken „produziert“, die direkt am Tag des Schlüpfens getötet werden.

Einige dieser männlichen Küken geraten also versehentlich in die Legebetriebe und leben dort unter hunderten oder tausenden von Hennen. Wie viele es sind…. Darüber gibt es keine Zahlen. Welche Tortur das Leben unter diesen Bedingungen für sie aber bedeutet, darüber können die elenden Gestalten der Hähne, die das Jahr überleben und die wir in den Betrieben bei unseren Ausstallungen vorfinden, Zeugnis ablegen.

Attila fanden wir bei der Westerwaldrettung als einen von drei überlebenden Hähnen. Abgemagert und kaum noch fähig zu stehen, wurde er von uns aus dem Stall getragen. Sofort war klar, dass er in diesem Zustand nicht vermittelbar war und somit zunächst in unserer Obhut bleiben würde. Sein handtellergroßer, angeschwollener, heiß pulsierender Kamm verdeckte seine gesamte linke Kopfseite, war im Knick an der Unterseite und an anderen Stellen verletzt und schwer entzündet. Sein rechtes Bein war durch einen alten Bruch etwas schief verwachsen und Zehenglieder waren abgerissen. Sein Körper bestand nur noch aus Haut und Knochen, sein Federkleid war an vielen Stellen zerrupft und zerpickt.

In diesem oder vergleichbarem Zustand finden wir die meisten dieser Hähne vor. Durch das fehlende Sonnenlicht, bei weißen Hähne wohl zusätzlich noch durch angezüchtete Merkmale, und das ausschließliche Fressen des hoch eiweißhaltigen Legemehls, werden die Kämme der Hähne unerträglich groß und schwer, sind für den Kopf und Nacken des Tieres kaum noch tragbar, und entzünden sich schmerzhaft und großflächig. Das enorme Gewicht drückt auf die Augenlider und die Augen können oft kaum richtig geöffnet werden. Durch ihr geschlechtsspezifisches, angeborenes Verhalten sind Hähne in einer Gruppe von hunderten oder tausenden von Hennen restlos überfordert, setzen sich nicht gegen Attacken der Hennen zur Wehr, lassen sich bepicken und resignieren. Wenn sie dann noch nicht mehr richtig sehen können und durch Verletzungen und Entzündungen geschwächt sind, gehen sie gänzlich unter. In den großen Gruppen unter den Bedingungen der industriellen Legehennenhaltung ist es nicht möglich, eine soziale Rangordnung herzustellen – welche für das Wesen des Huhns als soziales Herdentier von existentieller Bedeutung ist!! Hühner würden wesensgerecht in Herden von 4- 20 weiblichen Tieren und einem Hahn mit einer streng geordneten Hackordnung zusammenleben. Diese Ordnung regelt das friedliche Zusammenleben und gibt ihnen Sicherheit. Sobald ein neues Tier in eine Herde kommt, wird durch Rangkämpfe der Platz in der Hackordnung geklärt und anschließend herrscht wieder Frieden. Der Hahn umsorgt seine Hennen, sucht ihnen Futter, schützt sie vor Beutegreifern und greift bei Streitereien unter seinen Hennen schlichtend ein. Wenn nun aber hunderte oder tausende von Hühnern auf engstem Raum zusammengepfercht werden, kann keinerlei soziale Ordnung hergestellt werden. Sie leben auf engstem Raum unter tausenden von „Fremden“, befinden sich dauerhaft im sozialen Stress und müssen sich ständig gegeneinander behaupten oder vor anderen wegducken, da es keine Rangordnung geben kann. Die Hähne setzen sich unter diesen Bedingungen offensichtlich am allerwenigsten zur Wehr. Ihr Leid ist ebenso wie ihre Anzahl oder überhaupt ihre Existenz völlig undokumentiert und großen Teilen der Gesellschaft sicherlich völlig unbekannt.

Unseren Attila nahm unsere Gaby aus Northeim zu sich und schenkte ihm - neben tierärztlicher Versorgung - liebevollste Pflege.  

 

Völlig erschöpft und am Ende seiner Kraft, konnte er zunächst kaum noch laufen und fressen. 

 

Mittlerweile geht es ihm besser, er genießt Streicheleinheiten, macht erste Schritte auf Erde und Gras, hat Freundschaft mit Gabys Hennen geschlossen und hatte -zwei Wochen nach seiner Rettung-  zum erstem Mal genügend Kraft für erste Krähversuche.

 

 

 

Die Entzündung des Kammes geht langsam zurück, dennoch ist der Kamm eine schwer erträgliche Last und behindert seine Bewegungsabläufe. Wir wünschen uns für Attila -wenn er sich weiter erholt hat und sein Zustand es zulässt- eine Amputation des Kammes.

 

Diese Operation wurde bereits sehr erfolgreich bei einem Hahn durchgeführt, den wir 2016 aus einer Bodenhaltung in Bayern gerettet haben. Für „Manitu“ brachte dieser Eingriff einen riesengroßen Zugewinn an Lebensqualität, wie uns die Adoptantin Janina berichtet, bei der er heute glücklich lebt. 

Aus einem kleinen Freilandbetrieb in Nrw mit „nur“ knapp 300 Hennen holten wir kürzlich Eduard: Eine armselige Gestalt, völlig verstört, erschöpft, mit Problemen an Schnabel und Füßen. Im neuen Zuhause ging er erst einmal auf Abstand zu den Hennen und brauchte Zeit, um sich endlich in Ruhe und Frieden von den Torturen zu erholen und neue Kraft zu schöpfen. 

Auch Hans übernahmen wir in traurigem Zustand im Sommer 2016 aus einem Freilandhaltungsbetrieb. Es rührte uns und seine neuen Besitzer, wie lieb er sich trotz seiner eigenen Schwäche um die ebenfalls geschwächten Hennen sorgte.

Sir Henry holten wir 2016 aus einer Bodenhaltung -mit entzündetem Kamm und entzündeten Augen, Wasseransammlungen in den Lungen und bis auf die Knochen abgemagert. Sir Henry war traumatisiert, kauerte sich bei Anwesenheit von Menschen zitternd auf den Boden und brauchte 6 Wochen, ehe er es wagte, seinen Hennen aus dem Stall zu folgen. Erstes hahntypisches Verhalten und Gefiederpflege zeigte er erst nach über 2 Monaten. Leider ließ sein Gesundheitszustand eine Operation zur Verkleinerung des Kammes nicht zu. Ihm blieben nur 6 Monate Lebenszeit nach seiner Rettung und seine Besitzerin musste ihn aufgrund der zunehmenden Atemprobleme erlösen lassen. 

Wir finden bei unseren Rettungen nicht in allen Bodenhaltungsbetrieben Hähne vor…. Sicherlich gibt es sie aber in allen. Vielleicht sterben die meisten schon vor Ablauf des Jahres, vielleicht werden sie auch von vielen Betreibern getötet, wenn sie entdeckt werden, da sie ja nutzlose Futterfresser sind… 

Wir möchten am Beispiel von Attila, Manitu, Eduard, Sir Henry und Hans auf sie aufmerksam machen. Auf das Leid dieser ungesehenen Tiere, die im tierausbeutenden System unserer Lebensmittelindustrie leben und sterben und denen niemand eine Träne oder auch nur einen Gedanken schenken kann, da schlichtweg niemand von ihnen weiß.

Viele Menschen empören sich mittlerweile glücklicherweise über das sinnlose Töten der männlichen Eintagsküken (leider führt diese Empörung nicht wirklich einschneidend zu Reduzierungen im Konsum von Eiern und Eiprodukten…), denn es ist grausam und lebensverachtend -ohne Frage.

Einem männlichen Küken, das dieser Tötung durch das falsche Sexen entgeht, ebenso wie einem weiblichen Küken, das für den Menschen ausnutzbar und geplant in die Legebetriebe kommt, stehen 18 Monate „Existenz“zeit unter qualvollsten Bedingungen (Zeit die das Wort „Leben“ nicht verdient) und ein anschließender grausamer Transport und Tod im Schlachthaus bevor -auch das ist grausam und lebensverachtend- und auch das sollte jeder Mensch in unserer Gesellschaft wissen!

 

Wir wünschen uns daher, dass unsere Berichte weite Kreise ziehen, und Ihr Menschen, Ihr Verbraucher nicht bei der Empörung stehen bleibt, sondern Konsequenzen zieht, die den Tieren helfen können! Verzichtet auf den Konsum von Eiern und Eiprodukten ! Unterstützt das System der Tierausbeutung und des Tierleids nicht durch Euer Kaufverhalten! Es gibt so viele Möglichkeiten, sich ohne Eier schmackhaft und gesund zu ernähren. Für uns ist es nur eine kleine Unbequemlichkeit, ein Umdenken, eine gewissen Umstellung auf Neues – wieviel Tierleid und sinnloser Mord aber hinter dem „Lebensmittel“ Ei steckt, zeigt euch Attila – stellvertretend für jährlich über 100 Millionen ermordete Hennen und Hähne der Eierindustrie allein in Deutschland.

 

Vielen Dank an alle Spender, Unterstützer und Adoptanten, die unsere Hühnerrettungen möglich machen!

April 2018

 

Öffentlichkeitsarbeit in der Schule

Zum dritten Mal besuchte unsere Gaby die Thomas-Mann-Schule in Northeim um den Kindern das Thema "Huhn und Ei" näher zu bringen. Schüler und Lehrer waren so begeistert, dass unsere Niedersachsen-Vermittlerin direkt wieder in diese Schule eingeladen wurde.

 

 

Diesmal hatte Gaby Henne Sky und Hahn Attila im Gepäck. Beide Tiere sind sehr zutraulich und an Menschen gewöhnt und daher gut geeignete "Botschafter" für die Kinder. Viele Kinder haben bisher noch nie ein Huhn live gesehen und schon gar nicht gestreichelt.

 

 

Die Begeisterung war groß, die meisten Kinder gingen sofort auf Tuchfühlung und es wurden fleißig Fotos gemacht.

 

Doch auch ernsthafte und traurige Inhalte wurden ausgetauscht. Gaby erklärte, warum Henne Sky noch so sehr zerrupft ausschaut und dass Hahn Attila, der als Eintagsküken nicht aussortiert wurde, ebenfalls sein bisheriges Leben in Bodenhaltung verbringen musste.

 

Die Empathie für diese "Nutz"tiere wurde geweckt und die Kinder wissen nun, dass in jedem Huhn eine kleine Persönlichkeit steckt, die an ihrem Leben hängt.

Vielen Dank an die Thomas-Mann-Schule in Northeim,
die dieses Erlebnis möglich gemacht hat!

April 2018

 

Teil 3/4 : Frühlingsrettung- die Dritte

292 Hennen und 3 Hähne aus einer kleinen Freilandhaltung in Nrw

Tage vor der Rettung – die Vermittlung längst abgeschlossen- sitzt man an den Listen und Schutzverträgen, den Kopf voller Organisation, Transportgedanken, Boxenplänen, beantwortet noch immer viele Fragen aufgeregter baldiger Hühnereltern, einige schicken noch stolz die letzten Fotos von neu erbauten Hühnerheimen und und und… Immer wieder berührt und überrascht es mich so positiv, wieviel Mühe sich die Menschen geben, für die Hennen ein Heim zu bauen, bei dem sie beim Einzug große Augen machen und ihren Start ins richtige Leben nicht besser finden könnten.

Am Tag vor der Rettung dann, am späten Nachmittag, können den vielen Gedanken endlich die ersten Taten folgen. Der Lkw will beladen und vorbereitet werden. Wie immer steht mein Team mir zur Seite. 

Die Transportboxen werden direkt mit Hanfmatten ausgelegt. So reisen unsere Hühner rutschfest und während der Fahrt gelegte zerbrechende Eier und Kot werden gut aufgesaugt. Ein kleiner erster Luxus für unsere Hennen auf ihrer Reise ins Leben, ein Vorgeschmack auf alles Schöne, was sie nun nur noch erleben sollen, finanziert aus euren lieben Spenden.

 

Einzelboxen für die Hähne aus der Anlage werden im Lkw zugeladen, Extraboxen für Pflegebedürftige, lieber noch eine mehr -man weiß ja nie… Futter, Wasser, Erste-Hilfe-Koffer für Hühner, Schutzkleidung…an so vieles muss gedacht werden.

 

Nochmal kurze Besprechung mit allen Helfern. Wer macht was, ist an alles gedacht? In der Zeit hat Olli wie immer die gesamte Ladung gut gesichert und unser Lkw steht startklar!

Ein paar Stunden Schlaf, um 3:30 Uhr geht der Wecker. Schlaftrunken die eigenen Tiere versorgen, Kaffee zum Wachwerden, einsteigen, den LKW starten und wenn nach kurzer Zeit die Luftdruckanlage laut ausatmet: Gänsehaut - es geht los……

Am Stall angekommen, begrüßen wir freundlich den Hühnerwirt, besprechen kurz die Abläufe und legen los. Die Hennen sind schon etwas unruhig, denn trotz unseres frühen Starts wird es bald hell und einige sind schon erwacht. Mit geübten Handgriffen geht es dann schnell voran und Huhn für Huhn verstauen wir sicher und sanft in den Boxen der Freiheit. Auch die Boxen für Pflegebedürftige füllen sich leider rasch. 

 

Ein Großteil der Hennen sieht gut aus und ist fit, einige sind doch deutlich bepickt und einige eben auch offensichtlich ein Fall für unseren Tierarzt. Die Hennen leben hier - in einer kleinen Freilandhaltung mit „nur“ rund 350 Hennen- deutlich besser als in den großen Anlagen oder gar Bodenhaltungen mit vielen Hundert oder Tausend Tieren, trotzdem wird klar: Auch ein paar Hundert Hennen in Freilandhaltung sind zu viel und ihre Lebensbedingungen sind auch hier alles andere als artgerecht!

 

Auch die 3 Hähne im Stall sehen ziemlich gerupft, mitgenommen und blass aus. Drei Hähne zu circa 350 Hennen …die Jungs sind damit einfach maßlos überfordert und treten oft den Rückzug an. 

 

Am Ende sind alle verladen, der Lkw atmet wieder laut aus und rollt in Richtung Mönchengladbach – dem Leben entgegen. 

Wir kommen gut durch, so gut, dass wir zum ersten Mal vor den Adoptanten da sind. 

 

 

Wir nutzen die Zeit um abzuladen und auch die Pflegebedürftigen genauer anzuschauen . Kloaken werden behandelt, Bäuche und Gelenke abgetastet, Kropfsonden gesetzt, mit dem Tierarzt telefoniert.

5 der insgesamt 10 Hennen, die in unserer Obhut verbleiben, fahren nach der Übergabe direkt zu unserem Tierarzt.

 

 

 

Die ersten Adoptanten sind nun da.

Die Übergabe verläuft gut, viele schon bekannte, aber auch viele neue Gesichter.

Es ist immer eine Freude, so wohlwollenden Menschen zu begegnen, die unsere Tierliebe teilen und die Hühner liebevoll bei sich aufnehmen !

Alle Hennen werden nochmal kontrolliert, ehe wir sie in die Abholkörbchen der Adoptanten setzen. Fast alle sind fit und zeigen uns dies zu unserer Erleichterung und Freude durch vitales Gezappel und Gezeter . Ein Wohlklang in unseren Ohren!

 

Der letzte Abholkorb wird vom Hof getragen - alle Hennen und Hähne sind unterwegs in ihr neues Zuhause.

 

 

 

 

 

Zeit für uns, kurz innezuhalten, über die zerkratzen Arme zu lachen, im Blick auf die kranken Hennen zu hoffen, dass auch sie es schaffen.

 

 

 

 

 

Danke an alle Adoptanten, die wieder zur Stelle waren, an mein kleines Helferteam, das immer mit anpackt, und an Olli, der unsere Hennen immer sicher ans Ziel bringt.

 

Ihr alle habt aus diesem Tag einen wunderbaren Tag gemacht, einen Tag, der für 292  Hennen und 3 Hähne das ganze Leben bedeutet!

 

Eure Sandra

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Letzte Änderung:

Do, 15. November 2018

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