WIR RETTEN LEGEHENNEN AUS MASSENTIERHALTUNG - RETTET DAS HUHN E.V.
WIR RETTEN LEGEHENNEN AUS MASSENTIERHALTUNG - RETTET DAS HUHN E.V.

Teamtagebuch

Hier stellen wir Euch kleine, schöne RdH-Geschichten vor, die oftmals unsere Herzen erwärmen.

Geschichten und Berichte, die uns Hühneradoptanten von ihren Hühnern schicken, Berichte, die wir Rdhler selbst mit unseren Hühnern oder bei unserer Arbeit erleben,  auch Berichte über kleine Notfall-Rettungen "zwischendurch", zu denen wir oft gerufen werden....

 

Viel Freude beim Lesen !

Juni 2021

Maia erzählt...

 

Von Marion, die im Juni zwei Bodenhaltungshennen adoptiert hat, haben wir einen liebenswerten Bericht aus Hühnersicht über die ersten aufregenden Tage nach der Rettung bekommen. 

Niedlich und lesenswert erzählt Hühnchen Maia ihre ersten Eindrücke und Erlebnisse im neuen Zuhause:

Maia erzählt....pdf
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April 2021
Maras Flyer


Mara (8) und ihre Familie sind begeisterte Hühnerliebhaber.
Bei ihnen sind auch schon RdH-Hühner eingezogen, die Mara besonders ans Herz gewachsen sind.
Deshalb hat Mara einen eigenen Flyer entworfen, um auf das Leid der Legehennen aufmerksam zu machen.
Wir finden das ganz toll und sagen: Danke, liebe Mara!

April 2021

Julies Gedicht

 

Dieses einfühlsame Gedicht hat unsere Hühneradoptantin Julie über ihre drei geretteten Hennen geschrieben. Es spricht uns und sicherlich allen Menschen, die unsere bezaubernden Tiere kennenlernen, aus dem Herzen:

 

Meine drei Ladies

von Julie Hoffmann

Wenn der Tag erwacht
das Morgenrot den Himmel färbt
die Morgendämmerung sich lichtet
und die Magie des Zwielichtes verweht

Wenn die ersten Vogelstimmen ertönen
und in die Stille des Morgens
sich geschäftiges Lärmen drängt
und der Tag sich unwiderruflich breit macht

Dann begrüßen meine Hühner den Tag
Sie scharren hinter der Hühnerstalltür
sie gackern fordernd
und wollen hinaus

Vergessen die bedrängende Enge
Vergessen der Schmerz der Metallgitter unter den Füßen
Vergessen die Angst vor pickenden Leidensgenossinnen
Vergessen die Qual des täglichen Eierlegens
Vergessen der alltägliche Kampf ums Überleben

Stattdessen
Gras unter den Füßen
Freier Himmel und reine Luft
Platz zum Laufen und Rennen
und zum Schlafen ein Nest aus Heu

Genussvolles Sitzen in der Sonne
Instinktgesteuertes Baden in staubtrockener Erde
Lustvolles Scharren, Picken und Fressen
Niegekannter Geschmack von Würmern und Schnecken
Ungestörte selbstwahrnehmende Gefiederpflege

Den Massenbetrieb überlebt
Dem Schlachter entkommen
Die Ängste überwunden
Die Verletzungen verheilt
Im zweiten Leben angekommen

Meine drei Ladies -
Glück und Lebensfreude pur

April 2021

Anjas Denkmal für Mini

Unsere Anja hat ihre Arbeits-kolleg*innen zu Ostern mit diesen

liebevoll verpackten, kleinen

Grüßen ihrer geretteten

Hühnerschar überrascht,  

und nicht zuletzt mit einer ganz besonderen Osterbotschaft -

einem Denkmal für ihre Mini. 

 

Mini holten wir am 16.3.2021 als Henne Nr. 822 im Rahmen unsere Junghennenrettung schwer krank aus einer Bodenhaltung. Ihr blieben 12 Tage in Liebe und Fürsorge. Mini starb am 28.3.2021 in Anjas Arm.

 

"Hallo, ich möchte mich gern vorstellen:

bis vor Kurzem war ich namenlos,  

dann war ich die Nummer 822 bis ich den Namen Mini bekam. Vor etwa 14 Monaten erblickte ich das Licht der Welt, es war eine grelle, laute und sehr raue und schmerzhafte Welt. Kurz nach meinem Schlupf wurde ich gepackt, gedreht und geworfen. Ich kam mit 99.999 meiner Schwestern in eine große Halle. Ich war eine von 100.000... namenlos... ungesehen. Mein Leben hatte keinen Grund, es hatte einen Z w e c k ... ich sollte Eier legen ... jeden Tag. So saß ich nun da mit all den Anderen. Unter mir waren Gitter, das Laufen darauf war schmerzhaft, über mir saßen meine Schwestern und lösten sich. Neben mir lagen Schwestern, die sich nicht mehr regten. Es war  eng, stickig, Licht fast den ganzen Tag und beschäftigen konnten wir uns nur mit uns. Da ich sehr klein war, wurden mir die Federn rausgerissen und ich wurde blutig gehackt...meine Schwestern beschäftigten sich mit mir. Wie mir ergeht es etwa 50

Millionen anderen sogenannten „Legehennen“ jedes Jahr in Deutschland. Sollte das ein Hühnerleben sein? Ich verspürte das Gefühl, scharen zu wollen, meine Federn im Sand zu säubern, aber in dieser kargen, tristen und beengten Situation war daran nicht zu denken...es war hoffnungslos. Plötzlich ergriff mich eine Hand, setzte mich in einen Korb, ich dachte jetzt wäre mein Ende gekommen. Starr vor Angst wartete ich darauf was jetzt mit mir geschehen würde. Nach einiger Zeit des Wartens ergriffen mich Hände, die ganz anders waren, als die, die ich bisher kannte. Sie waren liebevol lund taten mir nicht weh. Eine ruhige Stimme voller Liebe sprach mit mir, ich verstand nicht was sie sagte, aber ich wusste diese Stimme meint es gut mit mir. Ich konnte das erste Mal in meinem Leben frei und ohne den Ammoniakgestank der Exkremente meiner Schwestern atmen. Plötzlich gab es keine Enge mehr, ich spürte weichen Boden unter meinen Füßen, da war niemand der mir wehtat... war das der Himmel, war ich tot?Nein ich wurde gerettet, von lieben Menschen, denen ich nicht egal war, für die ich nicht nur eine von Vielen war, ich war plötzlich ICH, ein Individuum mit Namen. Mini war mein Name. Sie guckten immer und immer wieder, wie es mir geht, versorgten meine Wunden, nahmen mich liebevoll in den Arm und fügten mir keine Schmerzen zu. Ich konnte auch das erste Mal die Sonne sehen, den Himmel und Gras...es war so wunderschön. Man sagte mir, ich bekomme bald ein Zuhause... ein Zuhause? Ein Ort wo man umsorgt wird, wo man nicht egal ist, wo sich um einen gekümmert wird und man geliebt wird. Viele Tiere haben ein Zuhause, einen Ort, wo sie umsorgt werden ... geliebt werden. Bei uns „Legehennen“

ist das anders, unser Leben hat keinen Grund, es erfüllt einen Zweck und nach 14-16 Monaten ist dieser Zweck erfüllt... “unsere Rentabilität sinkt“ und wir werden entsorgt. Ich hatte Glück und konnte der Hölle entkommen...DOCH plötzlich ging es mir nicht gut, das viele Eierlegen hatte meinen Darm schwergeschädigt, alle Versuche mich zu retten, waren vergebens... ich war zu schwer verletzt. Am 28.03.2021 schloss ich in den Armen eines liebevollen Menschen, dem ich nicht egal war, für immer meine Augen...Ich war nicht ETWAS, ich war JEMAND... ich war Mini!

Nun bin ich tot. Von mir geblieben ist dieses Bild.

Ein Denkmal und ein Anlass.

Ein Aufruf: ES IST FALSCH, WAS MAN MIR TAT!"

Dezember 2020

Weihnachtsgrüße von Bella

 

Diese liebe Nachricht erreichte uns. Wir freuen uns immer ganz besonders,

wenn unsere Hühner als kleine Botschafterinnen Menschen auf ihrem Weg zur tierleidsfreien Ernährung und Lebensweise bestärken und durch ihr kleines gerettetes Leben so viel bewirken:

 

Liebes Team von Rettet das Huhn, 

ich wünsche euch allen wunderschöne Weihnachten und möchte euch von Herzen für eure Arbeit, euren Mut und die Kraft danken, die ihr für die Hühner aufbringt. 
Wir sind nun seit dem letzten Dezember dabei und haben zwei Mal Hennen aufgenommen. In diesem Jahr haben wir so unglaublich viel dazu gelernt, haben uns gesorgt, gefreut und haben gestaunt. Wir leben nun vegan und die Hühner zeigen uns jeden Tag, dass das richtig ist. 
Mich berühren in euren Berichten die Junghennen aus Schleswig-Holstein immer wieder sehr. Jedes einzelne Schicksal. Eine von ihnen, aus der ersten Rettung, wünscht euch nun frohe Weihnachten. 
Es ist Bella. Sie hatte kaum Federn und meine Tochter musste jedes Mal weinen, wenn sie sie angeschaut hat. Kurz nach der Rettung hatte Bella eine schlimme Legenot, es kamen Eier ohne Schale und Ei- Matsch aus ihr heraus. Frau Taubhorn konnte ihr zum Glück helfen, sie hatte eine kleine OP und bekam einen Chip. Heute ist sie unsere Chefin und es geht ihr richtig gut, sie erfreut sich jeden Tag ihres Lebens und ich frage mich oft, ob sie sich an das, was ihr angetan wurde, erinnern kann. 

Euch allen wünsche ich eine gutes und glückvolles  neues Jahr, für euch privat und für die vielen Hühner, die eure Hilfe bekommen. 

Herzliche Grüße! Christine G. (aus Hamburg)

Dezember 2020
Weihnachtsgrüße von Miss Henny Penny!


Vor genau 4 Jahren gab es die größte Hühnerrettung unserer Vereinsgeschichte:
In unserer Mission 5000 schafften wie es, in 2 Nächten, einen 5000er Stall zu leeren und alle Tiere in ein gutes Zuhause zu bringen.

4500 Legehennen
615 Adoptant*innen
16 Vermittler*innen aus 6 Bundesländern
Ausstallung an 2 aufeinanderfolgenden Nächten
23 Transporte in 7 Bundesländer
27 Übergabeorte
450 benötigte Transportboxen
29 mit vermittelte Hähne aus privaten Notsituationen oder Gnadenhöfen
6 vermittelte Hähne aus dem Betrieb

Passend zu diesem Jahrestag erreicht uns ein Weihnachtsgruß von Melanie, die aus dieser Aktion Miss Henny Penny adopiert hat:

“Liebes Team von RdH,
auch in diesem Jahr möchte ich Weihnachtsgrüße übermitteln.
Miss Henny Penny ist immer noch gesund und munter und natürlich immer und überall dabei.
Herzliche Grüße aus Bayern,
Melanie“


Vielen lieben Dank! ❤

November 2020

Ein wertvolles Leben

 

Unsere Vermittlerin Gaby erhielt heute einen dramatischen Anruf:
Jemand hat beim Spazierengehen beobachtet, dass im Gelände eine Mülltüte aus dem Auto geworfen wurde. Mit einem mulmigen Gefühl wagte der Spaziergänger einen Blick hinein und entdeckte ein Huhn in einem erbärmlichen Zustand.
Gaby machte sich nach dem Hilferuf sofort auf den Weg zu dem Tier.
Die Henne war unterkühlt, verängstigt, total verdreckt und hatte eine alte Verletzung unter dem Flügel. Außerdem humpelt sie, was wir auf den Wurf aus dem Autofenster zurückführen.
Gaby startete die Rundumversorgung, stellte das Huhn einem Tierarzt vor und taufte sie auf den Namen Maja.

Maja ist inzwischen gebadet, die alte Wunde wurde versorgt und sie hat ein Vitamin- und Aufbaupräparat bekommen. Jetzt sitzt Maja in einer Box, hat ausgiebig gegessen und getrunken und auch schon eine Runde geschlafen.
Der Tierarzt, der Maja als Fundtier kostenlos behandelte, räumte ihr gute Chancen ein. Maja wird in der Obhut von Rettet das Huhn e.V. bei Gaby bleiben und ab sofort ein behütetes Leben führen!
Für irgendeine Menschen da draußen war Maja einfach nur Müll - für uns ist sie ein wertvolles Leben - wie du & ich.

August 2020

Bewegende Bilder

 

Unsere Vermittlerin Saskia hat in diesem Sommer Hühner an Schüler*innen der Geschwister-Scholl-Schule in Alsfeld vermittelt.
Nun erreichten uns diese bewegenden Bilder.
Wir sparen uns weitere Worte, denn die Bilder sprechen für sich und die Schüler scheinen ganz genau verstanden zu haben, worum es bei Rettet das Huhn e.V.

und bei Ihrem Schulprojekt geht!

Vielen Dank an die Schüler der Geschwister-Scholl-Schule in Alsfeld!
Schön, dass ihr dabei seid! <3

Euer Team von
Rettet das Huhn e.V.

 Juni 2020

85 Hühnerpullis von Alexander! 

 

Da geht uns das Herz auf: Der 12jährige Alexander hat unserer Vermittlerin Irene 85 Hühnerpullis gebracht.

Jeder Pulli ist ganz liebevoll gestaltet und hat einen Schriftzug “ICH BIN DOCH KEINE MASCHINE!!!“.

Alexander und sein Bruder Tobias sind nun voll im Hühnerfieber und haben ihre neuen Haustiere schon voll ins Herz geschlossen.

Vielen Dank Alexander für die Pullis mit der tollen Botschaft! 

Alexander mit Hexe (re.) und sein Bruder Tobias mit Biene (li.) 

Januar 2020
Endlich Huhn werden!

 

Britta hat aus unserer Rettung im Dezember im Sauerland 2 Hühnchen aufgenommmen und schreibt in ihrem Blog "Filz & Faden" liebevoll über die ersten Wochen von "Silvia und Victoria" in ihrem schönen Heim:

 

https://filz-und-faden.blogspot.com/2020/01/endlich-huhn-werden.html

Januar 2020
Kleine Menschen bewirken Großes!

Liebe Frieda,

vielen Dank für deinen lieben Brief, der das ganze RdH-Team sehr gerührt hat!
Wir sind begeistert, dass du mit deinen Freundinnen so etwas Großes auf die Beine gestellt hast! Wir freuen uns sehr über die große Spende von euch!
Besonders dankbar sind wir auch, dass ihr den Menschen von den Tieren in der Massentierhaltung erzählt habt. Oft wollen die Menschen das gar nicht hören – wir sind froh, dass sie euch zugehört haben!
Damit habt ihr wirklich Großes bewirkt!

Bitte grüße deine Freundinnen und Mitstreiter ganz herzlich von uns!


Dein Team von Rettet das Huhn e.V.

p.s.:
Wir schicken dir noch ein Foto von Huhn Happy, die wir im Dezember gerettet haben. Wir haben sie tierärztlich versorgt und aufgepäppelt.
Jetzt geht es ihr wieder gut.
Deine Geschichte veröffentlichen wir auf unserer Homepage in der Rubrik „Aus unserem Teamtagebuch“.
Dort findet man immer schöne Geschichten – Deine Geschichte passt perfekt dorthin.

Jetzt per Paypal spenden:

(pp.rettetdashuhn@gmail.com)

Rettet das Huhn e.V.

immer wieder im TV!

Kontakt

Ihr möchtet Hennen adoptieren?  Hier findet Ihr unsere Ansprechpartner.

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Letzte Änderung:
Mo, 20.09.2021
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