Rettet das Huhn e.V. - Vermittlung "ausgedienter" Legehennen
Rettet das Huhn e.V.  - Vermittlung "ausgedienter" Legehennen

 

 

Fütterung/Wasserversorgung

Was bei Fütterung und Wasserversorgung zu beachten ist

 

Die Futter- und Trinkgefäße müssen stabil, von den Tieren jederzeit gut erreichbar und leicht zu reinigen sein. Die Standorte sind so auszuwählen, dass sie weder durch hineingescharrte Einstreu noch durch Kot verunreinigt werden können. Metallgefäße für Trinkwasser sind abzulehnen, da diese leicht oxidieren und nach eventuellen Zugaben von Medikamenten oder Vitaminpräparaten dabei giftige Verbindungen entstehen können. Da Hühner zum Zermahlen des Futters im Muskelmagen kleine Steinchen benötigen, sollte trotz Auslauf zusätzlich im Stall ein Grit- bzw. Sandkasten angeboten werden. Es müssen genügend Futterplätze angeboten werden, so dass alle Hennen gleichzeitig fressen können. Die Futterstellen sollten dabei räumlich etwas verteilt werden, so dass auch rangniedrige Hennen in Ruhe fressen können, ohne ständig von stärkeren Tieren verscheucht zu werden. Insbesondere in der Eingewöhnungsphase und bei der Integration neuer Hennen in eine Herde sind diese Abstände zwischen den Futterplätzen immens wichtig.

Die besonderen Verdauungsorgane des Huhns

 

Bei der Fütterung sind einige Besonderheiten der Verdauungsorgane des Huhnes zu berücksichtigen. Der Verdauungsweg ist im Verhältnis zu anderen Tierarten sehr kurz. Das erfordert eine hochwertige Nahrung, die innerhalb kurzer Zeit aufgeschlossen werden kann. Größere Speicherorgane im Magen- und Darmkanal fehlen. Daher ist es wichtig, dass Hühner ganztägigen Zugang zu ausreichend Futter haben. Insbesondere am Abend ehe die Hühner auf die Stange gehen, sollten sie sich den Kropf noch einmal gut füllen. Das Futterangebot sollte sich aus Körnerfutter, Weichfutter, Wurzel- und Knollenfrüchten zusammensetzen.

Als grobe Angabe kann man von einem Futterbedarf von 120g pro Huhn pro Tag ausgehen. 

Hühner können ihre Nahrung natürlich nicht kauen. Im Kropf wird sie zunächst eingeweicht und anschließend im Muskelmagen durch Mahlbewegungen zerkleinert. Dafür nehmen Hühner instinktiv kleine Steinchen auf, die diese Zerkleinerung verstärken.  

Was und wie gefüttert werden sollte

 

Körnerfutter

Gerste, Weizen, Mais und Hafer sind besonders geeignet. 

Angekeimtes Getreide bietet vor allem im Winter einen hervorragenden Grünfutterersatz, da durch den Keimvorgang Vitamine und hochverdauliche Nährstoffe in hohem Maße freigesetzt werden.

Weichfutter

Als Weichfutter kann man gekochte Kartoffeln, Kartoffelschalen, eingeweichtes Brot, Schrot, gekochte Nudeln und Reis sowie sämtliches Gemüse (KEINE Avocado - giftig für Hühner!)  anbieten. Die Menge sollte jedoch so bemessen sein, dass sie innerhalb einer halben Stunde von den Tieren aufgefressen ist. So kann das Weichfutter im Sommer nicht säuern und im Winter nicht gefrieren.

Wurzel- und Knollenfrüchte

Es können Kartoffeln (in gekochtem Zustand), Mohrrüben, Rote Rüben und Zuckerüben gefüttert werden. Außerdem werden während des Auslaufes Grünfuttersorten wie Gras, Klee, Luzerne, Brennnessel, etc. gerne aufgenommen. Während der Mauser, d.h. dem Neuaufbau des gesamten Federkleides, ist auf eine besonders gute und ausgewogene Fütterung zu achten. Durch die vermehrte Gabe von ölhaltigen Sämereien wie Hanf, Leinsamen und Sonnenblumenkernen wird den zum Teil anfangs federlosen Tieren mehr Wärme bereitgestellt. Eine erhöhte Wärmeproduktion bedingt auch der Mais.

Mineralfutter

Hühner haben einen hohen Mineralstoffbedarf. Insbesondere benötigen sie sehr viel Calcium für die Eiproduktion. Calciummangel führt bei Hühnern schnell zu Windeiern und Legenot, und langfristig zu Osteoporose, da das Calcium für die Eiproduktion den Knochen entzogen wird. Daher sollte dem Futter ein geeignetes Mineralfutter beigesetzt werden und immer Calcium in Form von Muschelgrit zur Verfügung stehen.

Wasserversorgung

 

Die Versorgung der Tiere mit Wasser spielt eine bedeutende Rolle. Frisches Trinkwasser muss den Hühnern ständig zur Verfügung stehen. Das ist sowohl im Winter, wenn das Wasser rasch gefriert als auch im Sommer, wenn es schnell verdunstet, zu beachten. Ein Huhn braucht täglich ca. 1/4 Liter frisches Trinkwasser, wobei fließendes Wasser von den Tieren gegenüber stehendem Wasser meist bevorzugt aufgenommen wird.

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Do, 6. Dezember 2018

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