WIR RETTEN LEGEHENNEN AUS MASSENTIERHALTUNG - RETTET DAS HUHN E.V.
WIR RETTEN LEGEHENNEN AUS MASSENTIERHALTUNG - RETTET DAS HUHN E.V.

 

Unser Küki - SOS

Januar 2021
 
Schon oft haben wir euch in den letzten Monaten von unserem ganzjährig laufenden Herzensprojekt - der sogenannten “Junghennenrettung”- berichtet.
Hierbei handelt es sich nicht wie bei unseren “normalen” Rettungen um die Übernahme eines gesamten, ausgedienten Bestandes am Ende der “Nutzungsdauer”, sondern um die Übernahme verletzter und kranker (Jung-)hennen eines Bodenhaltungsbetriebs mit 100 000 Hennen, die uns das ganze Jahr hindurch durch die Mitarbeiter*innen herausgegeben werden und die im normalen Ablauf im Betrieb getötet oder sich selbst zum Sterben überlassen werden würden.
 
Fast täglich holen wir einige solcher Tiere -oft schwer verletzt- ab, lassen sie tierärztlich versorgen, pflegen sie gesund, päppeln sie auf und vermitteln sie an passende Abnehmer.
 
Im Jahr 2020 haben wir auf diese Weise 439 Tiere aus dieser Hölle geholt und versorgt.
 
Seit einigen Wochen stoßen wir bei dieser ohnehin schon schweren Aufgabe auf eine ganz besondere Herausforderung, die uns derzeit an unsere Grenzen bringt:
 
Viele der Hennen, die wir aus dem Betrieb bekommen, zeigen eine ganz besondere Auffälligkeit und wir nennen sie “Kükis”: In ihrer Entwicklung zurückgeblieben, weisen sie ein fast kükenhaftes Verhalten auf. Sie haben winzig kleine Kämme, etwas verkürzte Oberschenkelknochen und leiden oft unter Gelenksentzündungen, weshalb sie mit Entzündungshemmern und Schmerzmitteln versorgt werden müssen. Sie sind abgemagert und mit einem Gewicht von 800 -1100g nur ein “Hauch” eines Huhns. Sie können sich nicht schnell fortbewegen, machen nur kleine Schrittchen und lahmen oft einseitig.

Äußerlich sind sie meist etwas zerpickt, aber keineswegs immer die allerschlimmsten Pickopfer. Uns war es lange ein Rätsel, wie diese Tiere, die sich sofort ducken und nur piepsend und furchtsam versuchen, irgendwo unterzuschlüpfen, sobald sich ein anderes Huhn nähert, solange in der Enge des Betriebs überleben können. Die Mitarbeiterin, die sie uns herausgibt, sagte uns nun, dass sie diese Tiere meist tief verkrochen in den Legenestern findet. Sie bleiben dort fast die ganze Zeit versteckt und kommen wohl nur in höchster Not hervor, um etwas zu fressen und sich gerade so am Leben zu erhalten.

Wir -bzw. die Mitarbeiter*innen des Betriebs- wollen den Januar über versuchen, so viele dieser “Kükis” wie möglich im Betrieb zu finden, damit wir sie in einer gezielten Vermittlungs- und Rettungsaktion dort herausholen können!

 

Nun suchen wir deutschlandweit Plätze 
für diese ganz besonderen Tiere:

 

Vom Verhalten super zahm und zutraulich sind diese besonderen “Kükis” überaus liebenswert, erfordern aber angepasst an ihre Möglichkeiten eine spezielle Unterbringung:
 
  • Sie müssen als separate Klein-Gruppe gehalten werden, da sie normalen Hühnern nicht gewachsen sind und als Mobbingopfer unter ihnen zugrunde gehen würden.
  • Dabei benötigen sie nicht viel Platz, denn sie sind in ihrem Bewegungsradius stark eingeschränkt. 
  • Vielmehr brauchen sie einen geschützten, wetterfesten und beheizbaren Lebensraum. 
  • Ein heller, warmer Stall und eine windgeschützte, eventuell auch beheizbare Voliere wären ideal. 
  • Im Sommer gern auch noch ein wenig zusätzlicher Auslauf unter Büschen/ auf Gras - das Platzangebot muss aber wirklich nicht vergleichbar groß wie bei normalen Hühnern sein.
  • Nach der Übernahme jetzt im Winter können sie auch bis zum Frühling in Welpenausläufen o.ä. im Haus untergebracht werden.
Wer kann sich vorstellen, diesen zuckersüßen, liebenswerten Hennen ein "Für-Immer-Zuhause" zu schenken? 
Sie sind im Januar 2020 geschlüpft und seit Mai 2020 in der Bodenhaltung. 
Wer könnte einen Extra-Stall für sie aufstellen oder einen ungenutzten, geeigneten Raum für ihre Unterbringung entsprechend umstrukturieren? 
Wer hat eine Voliere oder ähnliche geeignete Unterbringungsmöglichkeit, wo eine kleine Gruppe dieser Tiere friedlich miteinander leben kann? 
 
Es sind zwar “eingeschränkte” Tiere, die aber auf ihre Weise ein lebenswertes Leben haben, die es lieben, gurrend und kuschelnd beieinander zu sitzen, die mit kleinen Schritten gemächlich durch ihre kleine Welt tapsen und dann wieder eng beieinander sitzend Erde und Gras mit dem Schnabel erkunden.
 
Wie lang die Zeit ist, die ihnen bleibt, können wir nicht voraussagen und es ist je nach Zustand bzw. Vorschädigung der Tiere unterschiedlich. Es können ein paar Wochen sein, es können auch Monate oder vielleicht auch Jahre sein, die sie leben können. Wir wissen es zum jetzigen Zeitpunkt leider nicht. In jedem Fall sollte euch bewusst sein, dass die niemals ganz gesund werden - dass sie bei allem Glück, das man ihnen noch bereiten kann, immer geschädigte Tiere mit einer vermutlich nur geringen Lebenserwartung bleiben werden.
 
Teilweise benötigen sie auch über längere Zeit Medikamenteneingabe und ihre Entwicklung muss im Blick behalten werden.
Wir sind mit mehreren Vogelkliniken und Tierärzt*innen in Deutschland mit der Behandlung dieses “Kükiphänomens” befasst und werden euch natürlich durchgehend bei Fragen zur Seite stehen.
 
Wir sind auf eure Unterstützung angewiesen, denn unsere Pflegestellen für diese besonderen Tiere sind mittlerweile voll, viele dieser wunderbaren Wesen warten darauf, adoptiert zu werden, und wir wissen nicht, wie viele noch unter 100 000 anderen Hennen versteckt und verkrochen in den Nestern in dem riesigen Betrieb sitzen!
 
Alle Interessierten werden von unseren Vermittler*innen genauestens beraten, wie und ob eine Unterbringung möglich wäre.
 
Bitte füllt unser Küki - Kontaktformular aus. Unsere Vermittler*innen werden sich dann telefonisch bei euch melden und alles weitere besprechen.

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(pp.rettetdashuhn@gmail.com)

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